Keine Fortführung

Millionenpleite bei Innviertler Fensterbauer

Oberösterreich
08.09.2026 11:16

Die Insolvenz eines Geschäftspartners hat nun auch für einen traditionsreichen Tischlereibetrieb in Franking (Oberösterreich) schwere Folgen. Über die Huber-Fenster Bau- und Möbeltischlerei GmbH wurde am Montag am Landesgericht Ried ein Konkursverfahren eröffnet. Sechs Mitarbeiter und zwölf Gläubiger sind betroffen.

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich laut KSV1870 auf rund 1,014 Millionen Euro. Dem stehen Vermögenswerte von etwa 600.000 Euro gegenüber. Davon entfallen nach Angaben der Schuldnerin rund 400.000 Euro auf eine Liegenschaft, weitere 200.000 Euro auf noch offene Kundenforderungen.

Pleite eines anderen Fensterbauers als Auslöser
Auslöser für die Pleite soll ausgerechnet die Insolvenz eines anderen Fensterbauers gewesen sein. Als Hauptursache für den eigenen Konkursantrag nennt das Unternehmen die Pleite der IPM Schober Fenster GmbH. Dadurch musste Huber Fenster rund 400.000 Euro abschreiben – ein Verlust, den der Betrieb offenbar nicht mehr verkraften konnte. 

Betrieb wurde bereits geschlossen
Für das Ende 1998 gegründete Unternehmen dürfte es keine Zukunft mehr geben. Der Betrieb wurde bereits geschlossen, ein Großteil der Maschinen ist verkauft. „Da weder eine positive Fortbestehensprognose besteht noch liquide Mittel für eine Wiedereröffnung vorliegen, ist von einer Schließung und Verwertung des Unternehmens durch die Masseverwaltung auszugehen“, erklärt KSV1870-Experte Alexander Meinschad.

Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 4. November anmelden. Die erste Gläubigerversammlung sowie die Berichts- und Prüfungstagsatzung sind für 18. November am Landesgericht Ried angesetzt.

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