Skicross-Selbstbehalt

ÖSV-Asse zahlen für Chile-Trip 2000 Euro selbst

Sport-Mix
07.09.2026 21:00

Wegen Schneemangel auf den Gletschern reisen wie die Alpinen heuer auch Österreichs Skicrosser zum Trainieren nach Chile. Wofür die Athleten der ÖSV-Nationalmannschaft aber in die eigene Tasche greifen müssen, sich den 2000 Euro kostenden Flug selbst bezahlen.

Beim Trainingscamp am Attersee waren sie zuletzt im Wasser beim Tauchen schnell unterwegs. Bei der Suche nach gefrorenem Wasser macht die Gletscherschmelze wie so vielen nun auch Österreichs Skicrossern schwer zu schaffen!

Beim Trainingscamp am Attersee stand für Katrin Ofner (r.) und Co. zuletzt auch Schnuppertauchen ...
Beim Trainingscamp am Attersee stand für Katrin Ofner (r.) und Co. zuletzt auch Schnuppertauchen am Programm.(Bild: Oliver Gaisbauer)

Gletscher in Saas Fee noch geschlossen
„Wir haben zumindest bis 15. September geschlossen!“ Diese Info hatte mit Markus Gutenbrunner der oberösterreichische Cheftrainer per Mail vom Feegletscher erhalten. Woraufhin sich die ÖSV-Skicrosser entschlossen, dass sie wie die Alpinen heuer zum Schneetraining nach Chile reisen – und zwar nur die kleine Nationalteamgruppe. „Wir müssen spätestens Mitte September auf Schnee trainieren! Wir können nicht hierbleiben und riskieren, dass bis Oktober nichts geht“, so der Cheftrainer aus Liebenau.

Starttraining steigt für Sonja Gigler und Co. in Österreich, mangels weißer Pracht am ...
Starttraining steigt für Sonja Gigler und Co. in Österreich, mangels weißer Pracht am Feegletscher geht’s zum Schneetraining aber heuer nach Chile.(Bild: Gigler)

„Wenn man nichts investiert, kommt nichts raus“
Im Gegensatz zu den Stars der Alpinen muss die Handvoll Athleten der finanziell nicht auf Rosen gebetteten Crosser den Flug nach Südamerika am 13. September selbst bezahlen – 2000 Euro pro Nase! „Der Gletscher in Saas Fee und die Anreise in die Schweiz wären fein, aber im Leistungssport ist nicht alles immer fein. Wenn man nichts investiert, kommt nichts raus! Wir brauchen einfach bestmögliche Trainingsmöglichkeiten“, sagt die Steirerin Katrin Ofner. „Wichtig ist, dass wir trainieren können“, nickt auch Vorarlbergers Sonja Gigler und schmunzelt: „Ich hab’ schon gespart.“

Österreichs Skicross-Team hebt vor der WM-Saison nach Chile ab.
Österreichs Skicross-Team hebt vor der WM-Saison nach Chile ab.(Bild: GEPA)

Kein Murren bei Athleten 
OÖ-Aushängeschild Johnny Rohrweck, der verletzungsbedingt nicht mitreisen kann, sagt vorm im Dezember startenden Weltcup der WM-Saison: „Wenn das die einige Chance ist, für längere Zeit gut trainieren zu können und es mit Aufwand verbunden ist, dann ist es halt so. Besser jetzt etwas zahlen um dann gut vorbereitet zu sein. Wir werden das Preisgeld im Winter wieder reinfahren!“ 

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