Wegen Schneemangel auf den Gletschern reisen wie die Alpinen heuer auch Österreichs Skicrosser zum Trainieren nach Chile. Wofür die Athleten der ÖSV-Nationalmannschaft aber in die eigene Tasche greifen müssen, sich den 2000 Euro kostenden Flug selbst bezahlen.
Beim Trainingscamp am Attersee waren sie zuletzt im Wasser beim Tauchen schnell unterwegs. Bei der Suche nach gefrorenem Wasser macht die Gletscherschmelze wie so vielen nun auch Österreichs Skicrossern schwer zu schaffen!
Gletscher in Saas Fee noch geschlossen
„Wir haben zumindest bis 15. September geschlossen!“ Diese Info hatte mit Markus Gutenbrunner der oberösterreichische Cheftrainer per Mail vom Feegletscher erhalten. Woraufhin sich die ÖSV-Skicrosser entschlossen, dass sie wie die Alpinen heuer zum Schneetraining nach Chile reisen – und zwar nur die kleine Nationalteamgruppe. „Wir müssen spätestens Mitte September auf Schnee trainieren! Wir können nicht hierbleiben und riskieren, dass bis Oktober nichts geht“, so der Cheftrainer aus Liebenau.
„Wenn man nichts investiert, kommt nichts raus“
Im Gegensatz zu den Stars der Alpinen muss die Handvoll Athleten der finanziell nicht auf Rosen gebetteten Crosser den Flug nach Südamerika am 13. September selbst bezahlen – 2000 Euro pro Nase! „Der Gletscher in Saas Fee und die Anreise in die Schweiz wären fein, aber im Leistungssport ist nicht alles immer fein. Wenn man nichts investiert, kommt nichts raus! Wir brauchen einfach bestmögliche Trainingsmöglichkeiten“, sagt die Steirerin Katrin Ofner. „Wichtig ist, dass wir trainieren können“, nickt auch Vorarlbergers Sonja Gigler und schmunzelt: „Ich hab’ schon gespart.“
Kein Murren bei Athleten
OÖ-Aushängeschild Johnny Rohrweck, der verletzungsbedingt nicht mitreisen kann, sagt vorm im Dezember startenden Weltcup der WM-Saison: „Wenn das die einige Chance ist, für längere Zeit gut trainieren zu können und es mit Aufwand verbunden ist, dann ist es halt so. Besser jetzt etwas zahlen um dann gut vorbereitet zu sein. Wir werden das Preisgeld im Winter wieder reinfahren!“
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