Causa FF Marchtrenk

Dem Ex-Kommandanten droht sogar eine Haftstrafe

Oberösterreich
08.09.2026 08:00

Sie sind eigentlich angetreten, um Brände zu bekämpfen – doch bei der FF Marchtrenk war wegen anderer Dinge Feuer am Dach. Der Grund: Der ehemalige Kommandant (36) und sein damaliger Kassier (45) sollen eine ganze Reihe von Straftaten begangen haben. Am Mittwoch stehen die beiden nun in Wels vor Gericht.

Die Vorwürfe wiegen schwer.

Untreue: Sie sollen überwiegend privat genutzte Fahrzeuge und deren Betriebskosten aus Feuerwehrmitteln finanziert haben. Der Schaden beträgt 136.000 Euro.

 Betrug: Sie sollen durch vorübergehende Überweisungen von insgesamt 20.000 Euro auf Privatkonten einen zu niedrigen Kontostand der Feuerwehr vorgetäuscht haben, um ein höheres Feuerwehrbudget zu erhalten. Außerdem soll der Ex-Kommandant eine Feuerwehrförderung von 6000 Euro zu Unrecht erwirkt und 1600 Euro Sterbegelder nicht an die Berechtigten weitergeleitet haben.

 Gewerbsmäßiger Diebstahl: Für Poolbefüllungen soll Wasser im Wert von 8300 Euro aus der Ortswasserleitung entnommen worden sein. Kassiert wurde in bar.

Beweismittelunterdrückung: Fahrtenbücher der Kommandofahrzeuge verschwanden.

Den beiden Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Haft.

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