Belegschaft im Streik

Wirbel wegen Hindu-Gruppe: Eiffelturm geschlossen

Ausland
07.09.2026 22:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Besuch einer hinduistischen Gruppe beim Eiffelturm ist das Pariser Wahrzeichen den ganzen Montag geschlossen geblieben. Denn die konservative Organisation hatten gebeten, weibliche Angestellte vorübergehend abzuziehen – daraufhin streikte die Belegschaft. 

Die Mitarbeiter des Eiffelturms verurteilten die „dienstlichen Anweisungen“, die dazu geführt hätten, dass weibliche Angestellte „aufgrund ihres Geschlechts ausgegrenzt, ersetzt und unsichtbar gemacht wurden“ während des Besuchs der hinduistischen Gruppe Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha (BAPS) am Samstag. Zwei Tage legte die Belegschaft daher aus Protest die Arbeit nieder.

Wollten keine „Interaktionen mit Frauen“
Die Betreibergesellschaft des Eiffelturms SETE erklärte, die hinduistische Delegation habe darum gebeten, den Besuch so zu organisieren, dass „Interaktionen mit Frauen“ eingeschränkt würden. „Diese Bedingungen“ hätten „nicht akzeptiert werden dürfen“. „Wir werden aufklären, was geschehen ist, und die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen“, sagte SETE-Präsident Ariel Weil.

Bürgermeister: „Inakzeptabel“
Der Bürgermeister von Paris, Emmanuel Grégoire, erklärte im Onlinedienst X, es sei „inakzeptabel“, dass die Leitung des Eiffelturms den Bedingungen der Delegation zugestimmt habe. Am Dienstag soll das Pariser Wahrzeichen wieder wie gewohnt öffnen. Der Turm hat laut seiner Website jährlich fast sieben Millionen Besucher.

BAPS steht der konservativen, hindu-nationalistischen Partei des indischen Premierministers Narendra Modi nahe. Sie hatte am Sonntag in der Nähe von Paris ihren ersten großen Tempel in Frankreich eingeweiht.

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