Alte Wände, knarrende und steile Stiegen – wer schon einmal einen Kirchturm bestiegen hat, weiß, der Aufstieg ist nichts für schwache Nerven. Aus diesem Grund will die Stadtpfarre die Turmräumlichkeiten in der Markuskirche revitalisieren und mit einer Ausstellung zu einem Erlebnis machen.
„Unter dem Namen ,Temporium‘ soll der Weg auf den Turm zu einer symbolischen Reise durch das menschliche Leben werden“, sagt Initiator und Stadtpfarrer Christoph Kranicki. Die verschiedene Etagen sollen dabei umgestaltet werden. Eine besondere Rolle wird Licht bei der Umsetzung spielen. „Unterschiedliche Atmosphären sollen zum Nachdenken und Innehalten anregen.“ Weiters wird die symbolische Lebensreise auf dem Turm mit Texten untermalt.
Historische Substanz des Turmes bleibt erhalten
Das Highlight ist die Aussichtsplattform mit weitem Blick über die Stadt und Teile des Lavanttals. Auch neue Fernrohre sollen künftig angeschafft werden. „Mit ihnen kann man dann markante Punkte des Tales genauer entdecken“, heißt es von der Stadtpfarre.
Mitbeteiligt an der Umsetzung, die mit Herbst beginnt, ist Uwe Neuhold von der Salzburger Firma Verdandi: „Mit dem historischen Bauwerk wird behutsam umgegangen und auch die historische Substanz des Gebäudes bleibt erhalten.“ Doch zuerst müssen noch die Räume des Turms aufgeräumt und entrümpelt werden, damit sie für die anschließende Sanierung bereit sind.
Das Projekt ist weit mehr als die bauliche Wiederbelebung bislang wenig genutzter Gebäude.
Stadtpfarrer Christoph Kranicki
225.000 Euro verschlingt das Kulturprojekt. Die Geldmittel kommen von privaten Sponsoren, Eigenmitteln und Förderungen. Schreiten die Arbeiten planmäßig voran, soll „Temporium“ zu Beginn des Sommers 2027 eröffnet werden.
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