Ein im Kampfmannschaftsbereich nicht alltäglicher Abbruch ereignete sich am Sonntagabend im Salzburger Fußball-Unterhaus. Das Spiel zwischen Golling 1b und ATSV Salzburg 1b wurde mangels Gästespielern beim Stand von 7:0 abgebrochen.
Die bekannte Regel greift auch im Unterhaus. Zumindest sieben von elf möglichen Spielern eines Team müssen auf dem Platz stehen, damit eine Partie zu Ende geführt wird. Leider schaffte es die zweite Garnitur von Salzburger Liga-Aufsteiger ATSV Salzburg in der 2. Klasse Nord B am Sonntag nicht, dieser Regel zu folgen. „Sie sind schon nur zu zehnt angetreten“, berichtete Gollings spielender Trainer Ismail Cherni. „Zur Pause sind dann noch zwei draußen geblieben und haben gesagt, sie sind verletzt.“
Endgültig vorbei war die Jagd nach der runden Kugel nach 52 Minuten. Laut Cherni ergab sich das so: „Ein weiterer Spieler hat sich hingelegt, den Arm gehalten und gesagt, dass er nicht mehr weitermachen kann. Zwei andere haben das Trikot ausgezogen. Es war deutlich zu hören, dass sie sagten, sie hätten keine Lust mehr.“ Die logische Konsequenz: Abbruch mangels Spielern beim Stand von 7:0 für die Heimischen.
Verband entscheidet am Mittwoch
Bei Golling sorgt man sich nun um mögliche Wettbewerbsverzerrung. „Wir haben im Vorjahr schon in der Reserve gegen sie gespielt, da hatten sie auch schon Personalprobleme“, weiß Cherni. Seine Sorge: Im Unterhaus steht der Aufstieg auf dem Spiel. Würde das Spiel nun nur mit 3:0 gewertet werden, würde man um die erzielten Treffer umfallen. An sich decken das aber die Statuten. Im Normalfall geht die Partie als 7:0 in die Bücher. Nur wenn das unschuldige Team – in diesem Fall die Tennengauer – im Rückstand gelegen wäre oder es unentschieden gestanden hätte, käme ein 3:0 in die Wertung. Der Ball liegt nun beim Straf- und Beglaubigungsausschuss des Salzburger Fußballverbandes, der stets am Mittwoch tagt.
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