Mit dem Schulstart beginnt für Tausende junge Niederösterreicher wieder der tägliche Weg ins Klassenzimmer. Dabei sind viele aus eigener Kraft unterwegs – und profitieren davon gleich mehrfach.
In Niederösterreich gehen 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 15 Jahre täglich zu Fuß zur Schule oder in den Kindergarten, weitere zehn Prozent fahren mit dem Rad. Das zeigt die Mobilitätsstudie 2026 des Bundes. Weitere 15 Prozent sind zumindest mehrmals wöchentlich aktiv unterwegs.
Für den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist der Schulweg damit eine wichtige Chance gegen Bewegungsmangel. „Kinder bewegen sich fünfmal pro Woche zweimal am Tag“, erklärt Expertin Klara Maria Schenk. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, sammle zudem Erfahrung und lerne, sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten. Davon würden Kinder auch auf ihren Freizeitwegen profitieren.
Der Schulweg ist die große Chance, dass sich Kinder regelmäßig bewegen, fünfmal die Woche, zweimal am Tag.
Klara Maria Schenk, VCÖ
Damit Eltern ihre Kinder guten Gewissens selbstständig zur Schule gehen oder radeln lassen können, brauche es laut VCÖ entsprechende Rahmenbedingungen. Gemeinden seien mit breiten Gehwegen, sicheren Übergängen, Verkehrsberuhigung und Tempo 30 gefordert. Besonders wichtig sei freie Sicht bei Straßenquerungen: Parkende Autos oder Werbetafeln dürften Kinder nicht verdecken. Gefahrenstellen sollten Eltern der Gemeinde und der Schuldirektion melden.
Autofahrer besonders gefordert
Auch Autofahrer sind zum Schulstart besonders gefordert. Der VCÖ appelliert, aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren. Kinder seien vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Einem Schutzweg dürfe man sich zudem nur mit einer Geschwindigkeit nähern, die es ermöglicht, im Fall des Falles rechtzeitig davor anzuhalten.
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