Ferrari verwandelte Monza in ein Tollhaus und feierte eine riesige Party zum 30. Sieg-Jubiläum von Michael Schumacher. Von Vettel bis Sinner waren alle dabei …
„Als Ferrari-Pilot in Monza anzutreten, bedeutet das intensivste Wochenende einer Karriere“, schnaufte Lewis Hamilton bei der Fahrerparade im Autodromo Nazionale di Monza. „Aber die Anstrengung ist jede Sekunde wert.“
„Michael war immer mein Held“
Und vor dem gestrigen Grand Prix von Italien setzten die Tifosi noch einen drauf. Schließlich galt es, den 30. Jahrestag des ersten Ferrari-Sieges von Michael Schumacher (Barcelona) zu feiern. Dazu ließ man auch den damaligen Schumi-Boliden, den F2002, aus der Garage und setzte den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel, selbst sechs Jahre in Diensten der Scuderia, ans Steuer. „Für mich ist es ein ganz besonderer Moment und eine Ehre, Michaels Auto hier fahren zu dürfen, auch wenn die Leute sicher ihn lieber selbst gesehen hätten“, sagte Vettel und betonte: „Michael war immer mein Held - er ist zwar leider nicht hier, aber ich habe ihn während dieser Runden sehr stark gespürt. Das war unheimlich emotional.“
In der zweiten Schikane fuhr Vettel zum Gaudium der Fans auch einige Donuts, riss damit die Tifosi endgültig von ihren Sitzen. „Man braucht nicht viele Runden, um die Seele eines Autos zu spüren. In diesem merkt man sofort, dass es etwas ganz Besonderes ist“, strahlte „Super-Seb“ und legte noch einmal emotional nach: „Es ist einfach wunderschön zu spüren, wie lebendig Michaels Geist und der Geist von Ferrari hier noch immer sind.“
Natürlich strömte auch viel Prominenz in den königlichen Park. Von Ferrari-Präsident John Elkann und Starkoch Gordon Ramsey über Ski-Doppel-Olympiasiegerin Federica Brignone, MotoGP-Star Marco Bezzecchi (meinte beim Anblick der vielen Knöpfe an einem Formel 1-Lenkrad nur „Madonna mia!“), die Tennis-Asse Jannik Sinner und Matteo Berrettini bis hin zu den Kickern Cesc Fabregas, Serge Gnabry und Joshua Kimmich.
Apropos Sinner. Der Weltranglisten-Erste, der seinen Start bei den derzeit laufenden US Open wegen einer Knieverletzung absagen musste, gilt ja als großer Motorsport-Fan und guter Kumpel von Italiens Jungstar und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. „Als Italiener hast du einfach Formel 1 im Blut, ich freue mich sehr, dass ich hier bin und drücke Ferrari die Daumen, aber ich denke auch, dass Kimi von ganz hinten ein gutes Rennen fahren wird.“ Emotionen pur!
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