„Stopplicht“-Kolumne

„Potapova rückt den Frauensport in den Fokus“

Tennis
07.09.2026 07:20

Anastasia Potapova steht bei den US Open im Achtelfinale und lässt Österreich träumen. Eine Kolumne von „Krone“-Sportchef Peter Moizi ...

Österreich schafft es wieder in die internationalen Tennis-Schlagzeilen. Anastasia Potapova kämpft bei den US Open gegen Mirra Andrejewa ums erste Viertelfinale einer rot-weiß-roten Spielerin seit Tamira Paszek vor 14 Jahren. Viele E-Mails erreichten rund um den Klassiker in New York unsere Redaktion – denn die Einbürgerung der 25-Jährigen polarisiert. „Sie ist eine Russin, die mit Österreich nichts zu tun hat“, schreibt Wolfgang U., Leser Kurt S. hingegen begrüßt den Nationenwechsel: „Sehr schön, dass das Mädchen für Österreich gewinnt!“

Anastasia Potapova bei den US Open
Anastasia Potapova bei den US Open(Bild: AFP/2026 Getty Images)

Russisches Team
Im vergangenen Dezember erhielt Potapova die Staatsbürgerschaft, ihr Bezug zur neuen Heimat hält sich allerdings noch in Grenzen. Obwohl sie Wien als ihre zweite Heimat bezeichnet, fehlen die tiefen Wurzeln im Land. Ihr Team ist komplett um die russische Trainerin aufgebaut, privat ist sie mit dem niederländischen Tennisprofi Tallon Griekspoor liiert, öffentliche Auftritte in der Republik sind rar, und für den Billie-Jean-King-Cup darf sie erst 2028 nominiert werden.

Alles Nebensächlichkeiten, wenn man auf die internationale Relevanz schaut. Die finanziell unabhängige Potapova erreichte 2026 unter rot-weiß-roter Flagge zum zweiten Mal die zweite Woche bei einem Grand Slam, vertritt Österreich in der Weltklasse, wertet das Heimturnier in Linz auf und rückt den Frauensport in den Fokus.

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