






Im Regenbogental in Leobersdorf, Bezirk Baden, startet im Oktober ein Lehrgang zur Trauerbegleitung. Die Vierbeiner des Hofs spielen eine tragende Rolle. In der Trauerbegleitung sind es meist die Worte, die fehlen. Hier kommt das Pferd als Vermittler ins Spiel.
„Es hilft unseren Klienten, den Zugang zu ihren Gefühlen zu bekommen.“ So erlebt es Margarethe Weiss-Beck beinahe täglich. 2009 rief sie den Therapiehof Regenbogental ins Leben. Vor zwölf Jahren fand der gemeinnützige Verein in Leobersdorf, Bezirk Baden, eine Heimat.
Artgerechte Weideflächen für die Therapeuten mit Fell
2019 wurde im Rahmen eines Projekts der HTL Wiener Neustadt eine Holzbrücke über die Triesting errichtet, um vor allem den 14 Pferden und zwei Lamas eine Weidefläche auf der durch den Fluss getrennten sogenannten Mayerwiese anbieten zu können. Gemeinsam mit der Marktgemeinde Leobersdorf und dem Grundeigentümer der Wiese fand sich immer eine lösungsorientierte Zusammenarbeit. Der Wunsch ist es, diese auch in Zukunft fortzusetzen, denn: „Viele Kinder finden über den Kontakt zu unseren Tieren wieder Vertrauen, Sicherheit und Stabilität. Dafür brauchen die Vierbeiner ausreichend Platz. Diese Flächen sind deshalb unverzichtbarer Bestandteil unseres therapeutischen Konzepts“, gibt Weiss-Beck Einblicke.







Selbsterfahrung mit Tieren im Lehrgang „Trauer-Facetten“
Derzeit werden über 200 Kinder, Jugendliche und Familien mit tiergestützter Therapie, Trauma- oder Psychotherapie bis hin zur Trauerarbeit begleitet. Und nicht nur das: Im Oktober startet unter dem Titel Trauer-Facetten zum zweiten Mal ein Lehrgang in acht Weiterbildungsblöcken mit Abschlusszertifikat. Es ist nicht nur eine Ausbildung für Menschen aus einschlägigen Berufsgruppen, sondern für alle Interessierten. „Was diese Ausbildung so besonders macht, sind die kreativen Elemente aus der Kunsttherapie und unsere Tiere, die im Rahmen der Selbsterfahrung und im Praxisteil zum Einsatz kommen“, vermittelt Margarethe Weiss-Beck einen Vorgeschmack.
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