Aktuelle Zahlen

Deutschdefizite: Zwei NÖ-Städte im Spitzenfeld

Niederösterreich
05.09.2026 10:00
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Von Niederösterreich-Krone

Die aktuelle Auswertung des Österreichischen Integrationsfonds zeigt große Unterschiede bei den Deutschkenntnissen von Volksschülern. Besonders St. Pölten und Wiener Neustadt fallen in Niederösterreich auf. FPÖ-Landeschef Udo Landbauer warnt vor einer Entwicklung wie in Wien.

„Niederösterreich darf nicht Wien werden“, reagiert FPÖ-Landesparteiobmann und LH-Stellvertreter Udo Landbauer auf Zahlen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zu Schule und Integration. Diese zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern – aber auch Probleme in niederösterreichischen Ballungszentren.

Niederösterreich weist laut den Daten mit 13,7 Prozent den niedrigsten Anteil ausländischer Schüler unter allen Bundesländern auf. In Wien liegt dieser mit 38,1 Prozent deutlich höher. Für Landbauer ist das ein Beleg für eine aus seiner Sicht gescheiterte Asyl- und Integrationspolitik.

St. Pölten und Wiener Neustadt fallen auf
Besonders kritisch sieht der Freiheitliche die Deutschkenntnisse von Volksschülern. In Niederösterreich werden demnach 6,8 Prozent der Volksschüler aufgrund unzureichender Sprachkenntnisse als außerordentliche Schüler geführt. Sie können dem Regelunterricht aufgrund ihrer Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend folgen.

Zitat Icon

Wenn jedes sechste Volksschulkind dem Unterricht sprachlich nicht regulär folgen kann, dann brennt der Hut.

Udo Landbauer

Deutlich höher liegt der Anteil allerdings in den beiden größten Städten des Landes: In St. Pölten sind 16,3 Prozent der Volksschüler betroffen, in Wiener Neustadt 14,7 Prozent.  Damit weisen beide Städte auch im österreichweiten Vergleich hohe Werte auf.

„Wenn in St. Pölten jedes sechste und in Wiener Neustadt fast jedes siebente Volksschulkind dem Unterricht sprachlich nicht regulär folgen kann, dann brennt der Hut“, erklärt Landbauer.

Zum Vergleich: In Wien werden 19,6 Prozent der Volksschüler aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse als außerordentliche Schüler geführt. Fast die Hälfte aller Schüler in der Bundeshauptstadt hat zudem eine andere Umgangssprache als Deutsch.

Landbauer nimmt Bundesregierung ins Visier
Für Landbauer sind die Zahlen Anlass für scharfe Kritik an der Einwanderungs- und Bildungspolitik der Bundesregierung. Auch die Entwicklung in Wien führt der Freiheitliche ins Treffen: An den öffentlichen Pflichtschulen der Bundeshauptstadt bilden muslimische Schüler mit 42 Prozent mittlerweile die größte Glaubensgruppe.

Niederösterreich müsse bei Integration und Zuwanderung gegensteuern, fordert der FPÖ-Landeschef. Als bereits gesetzte Maßnahmen nennt er unter anderem Sachleistungskarte, Integrationskodex und den Aktionsplan gegen den radikalen Islam.

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