Am Freitag kam es zu gleich zwei tödlichen Stürzen auf steirischen Bergen: Im Murtal stürzte eine 22-jährige Frau bei einer Wanderung im Bereich Großer Bösenstein ab. In Rohrmoos kam für einen 44-Jährigen nach einem Absturz im Bereich des Schiedecks jede Hilfe zu spät. Die Bergrettung mahnt zur Vorsicht.
Eine 22-Jährige aus Tschechien war am Freitagvormittag mit ihrem Vater auf dem Wandersteig zwischen dem Großen Bösenstein und dem Sonntagskarspitz in den Hohentauern im Bezirk Murtal unterwegs. Gegen 11 Uhr kam die junge Frau aus eigenem Verschulden zu Sturz und stürzte rund 150 Meter über felsdurchsetztes Gelände ab.
Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen und musste von einem Polizeihubschrauber geborgen werden. Ihr Vater wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.
Über Steilkante gestürzt
Am Freitagnachmittag kam es dann im Bezirk Liezen zu einem ähnlichen Unfall. Gegen 15.40 Uhr war eine vierköpfige Wandergruppe auf einem Wanderweg im Bereich des Schiedecks in Rohrmoos (Bezirk Liezen) unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache kam ein 44-jähriger Deutscher ohne Fremdeinwirkung auf einer steilen Wiese zu Sturz.
In der Folge fiel er über eine Steilkante und schlug am darunter liegenden Gelände auf. Aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes konnten seine Begleiter aber nicht zu dem Verunfallten absteigen. Sie setzten die Rettungskette in Gang. Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 14 konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die drei Begleiter wurden von einem Polizeihubschrauber ins Tal gebracht und vom Kriseninterventionsteam betreut.
Touren planen und vorbereiten
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit warnte erst kürzlich, dass fast jeder vierte Wanderunfall im September und Oktober passiert. Grund dafür seien feuchtes Laub, nasse Wurzeln und Geröll, die für einen rutschigen Untergrund sorgen, sowie schnelle Wetterumschwünge.
Nach intensiven Sommermonaten geht es für die Bergretter jetzt in den Herbst – die beliebte Wanderzeit. Wichtig ist, dass man Wanderungen gut vorbereitet.

Enrico Radaelli, Sprecher der Bergrettung Steiermark
Bild: Diverse Fotografen honorarfrei
„Der Herbst ist die beliebte Wanderzeit. Wo viel los ist, kann natürlich viel passieren. Wichtig ist, dass man Wanderungen bestmöglich vorbereitet und im Notfall den Notruf wählt“, so Enrico Radaelli, Sprecher der steirischen Bergrettung. Im Sommer verzeichneten die ehrenamtlichen Helfer bereits zehn Prozent mehr Einsätze.
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