Drama in Osttirol

Sicherungen rissen aus: Kletterer stürzte in Tiefe

Tirol
04.09.2026 21:01

Dramatischer Alpinunfall am Freitag in den Lienzer Dolomiten in Osttirol: Beim Vorstieg in der Laserz-Nordwand rissen bei einem 29-jährigen Kletterer plötzlich beide Sicherungen aus dem Fels. Der Mann stürzte rund 20 Meter ab und wurde schwer verletzt in Innsbrucker Klinik geflogen.

Gegen 12.40 Uhr waren ein 29-jähriger Einheimischer und ein 33-jähriger Deutscher zu einer Klettertour im Bereich der Laserz-Nordwand in den Lienzer Dolomiten aufgebrochen.

Kletterer kam nicht weiter
„Die beiden Alpinisten hatten bereits vier Seillängen bewältigt, als sie beim Wandbuch eine kurze Rast einlegten“, heißt es seitens der Polizei. Anschließend übernahm der 29-Jährige den Vorstieg der fünften Seillänge. Doch plötzlich kam der Kletterer nicht mehr weiter.

Um sich abzusichern, brachte der Mann zwei sogenannte „Friends“ als Zwischensicherungen im Fels an. Danach gab er seinem Begleiter das Zeichen, ihn abzulassen.

29-Jähriger stürzte rund 20 Meter in Tiefe
Doch in dem Moment, als sich der 29-Jährige zum Ablassen in seinen Klettergurt setzte, passierte das Unglück: Beide Sicherungsmittel lösten sich aus dem Fels. Der Kletterer stürzte daraufhin rund 20 Meter über die Wand in die Tiefe und blieb verletzt liegen.

Sein Begleiter reagierte sofort, leistete Erste Hilfe und setzte die Rettungskette in Gang. Schließlich wurden beide Alpinisten mit dem Notarzthubschrauber aus dem schwierigen Gelände geborgen.

Der 29-Jährige erlitt schwere Verletzungen am Rücken und am Kopf. Er wurde zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Innsbruck eingeliefert.

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