Nach einem Legionellenausbruch im Großraum Linz Mitte Juli sind seit mehr als einer Woche keine neuen Krankheitsfälle mehr gemeldet worden. Insgesamt sind bisher 32 Personen erkrankt, drei von ihnen starben. Das teilten Land Oberösterreich, Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Magistrat Linz und AGES mit. Hinweise, dass es einen Zusammenhang mit einer kontaminierten Kühlanlage der Linz AG gibt, haben sich demnach weiter verdichtet.
Darauf würden nicht nur die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse hindeuten, sondern auch Sequenzierungsergebnisse, hieß es in der Aussendung: Der Legionellentypus, der in einem Kühlturm des Unternehmens in der Wienerstraße festgestellt wurde, stimmt offenbar mit jenem von Erkrankten überein.
Mehr als 200 Proben genommen
Bisher wurden mehr als 200 Proben an möglichen Infektionsherden genommen. Bei Patienten, die außerhalb von Linz wohnen, wird derzeit von der Behörde abgeklärt, ob ihre Infektion ebenfalls auf die vermutete Quelle der Linzer Fallhäufung zurückgehen könnte.
Das Statement der Linz AG
Die LINZ AG wurde am Freitagnachmittag von den Behörden erstmals davon in Kenntnis gesetzt, dass es einen einzelnen übereinstimmenden Zusammenhang zwischen den Erregern, die in der Kühlturmanlage der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH gefunden wurden und der Erkrankung einer Person gibt. Darüber herrsche im Unternehmen großes Bedauern, „gleichzeitig wurde mit Erleichterung vernommen, dass der/die betroffene Patient*in inzwischen wieder genesen ist“.
Weiterhin ist noch vieles ungewiss, vor allem, woher die anderen Erkrankungen kommen, da es derzeit keinen Nachweis für den Zusammenhang zwischen der Linz-AG-Anlage und den weiteren Erkrankungsfällen gibt. Das Unternehmen unterstütze die laufenden Untersuchungen „wie bisher nach Kräften“.
Legionellen-Bildung in der betroffenen Anlage ist ausgeschlossen
In Abstimmung mit der Behörde und hinzugezogenen Fachleuten wurde die Anlage unmittelbar nach Bekanntwerden des Legionellen-Nachweises gereinigt und desinfiziert. Anschließend wurde die Anlage auf Trockenbetrieb umgestellt. Eine mögliche Bildung von Legionellen ist somit ausgeschlossen.
Ursachenforschung läuft weiter
Die mögliche Ursache für das unerwartete Auftreten der Legionellen in der Anlage wird weiterhin intensiv untersucht. Die betroffene Anlage sei „auf neuestem Stand der Technik, wird laufend überwacht und sämtliche behördlich vorgeschriebenen Überprüfungen wurden ordnungsgemäß durchgeführt“.
Die Linz-AG betont, dass die Trinkwasserversorgung nicht betroffen sei und „zu keinem Zeitpunkt betroffen war“.
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