Entscheidung ist fix

Ministerium sperrt Asylquartier in Bad Kreuzen zu

Oberösterreich
04.09.2026 10:34

Der Bund schließt das Asylquartier in Bad Kreuzen. Das Land bestätigt entsprechende „Krone“-Informationen und verweist auf die deutlich gesunkenen Asylzahlen. Betroffen sind auch knapp 30 Beschäftigte am traditionsreichen Standort im Bezirk Perg.

Bad Kreuzens Bürgermeister Manfred Nenning (ÖVP) hat bisher keine offizielle Information aus dem Innenministerium erhalten. Noch heute, Freitag, spätestens aber in der kommenden Woche soll die Schließung offiziell werden, erfuhr die „Krone“ heute Vormittag. 

Die Einrichtung im Bezirk Perg hat jedenfalls eine lange Geschichte. Bereits seit den 1950er-Jahren wurden dort Flüchtlinge untergebracht. Seit 2015 diente der Standort als Verteilerquartier des Bundes und spielte damit vor allem während der großen Flüchtlingsbewegung eine wichtige Rolle.

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Die Anzahl der Personen in der Grundversorgung ist so niedrig wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Landesrat Christian Dörfel, ÖVP

Im Innenministerium in Wien hielt man sich mit offiziellen Informationen zur Schließung bedeckt, eine Bestätigung gibt es aber vom Land Oberösterreich. Der für Integration und Soziales zuständige Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) sagt im Gespräch mit der „Krone“: „Die deutlich gesunkenen Asylzahlen zeigen, dass die gesetzten Maßnahmen wirken. Dass nun das vorletzte Bundesquartier in Oberösterreich geschlossen werden kann, ist die logische Konsequenz dieser Entwicklung.“

Knapp 30 Mitarbeiter sind in Bad Kreuzen für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig.
Knapp 30 Mitarbeiter sind in Bad Kreuzen für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig.(Bild: fotokerschi.at)

Betrieben wird das Quartier von der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU), die im Auftrag des Innenministeriums für die Betreuung von Asylwerbern zuständig ist. Nach „Krone“-Informationen sind am Standort derzeit knapp 30 Mitarbeiter beschäftigt, dazu kommen externe Kräfte, etwa im Sicherheitsdienst. Dem Vernehmen nach sollen die Mitarbeiter erst kommende Woche von der Schließung informiert werden. 

Neben Bad Kreuzen gibt es in Oberösterreich mit Thalham in St. Georgen im Attergau einen weiteren Bundesstandort. Während Bad Kreuzen lange als „Bundesbetreuungsstelle Nord“ und ab 2015 als Verteilerquartier geführt wurde, war Thalham die Erstaufnahmestelle West. Dort wurden Asylwerber während des Zulassungsverfahrens untergebracht.

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