Ein 20-Jähriger wurde von einem Auto erdrückt, als er Touristen Pannenhilfe leisten wollte. Seinen Papa und ihn verband Liebe zu Motorrädern. Während der Vater sein Bike verkaufen musste, um Begräbnis zu bezahlen, versucht die Familie, das Zweirad des toten Sohnes zu erhalten. Freunde haben eine Spendenaktion gestartet.
Er bezahlte seine Hilfsbereitschaft mit dem Leben: „Krone“-Leser kennen die tragische Geschichte des 20-jährigen Sebastian M. aus Ebensee, der starb, als er Touristen auf einem Parkplatz in seinem Heimatort Pannenhilfe leistete. Der Wagenheber gab nach, gerade als der gelernte KFZ-Techniker und leidenschaftliche Feuerwehrmann unter dem defekten Auto lag.
Noch an Unfallstelle verstorben
Er wurde eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er trotz rascher medizinischer Hilfe noch an der Unfallstelle starb. Sein Vater – ebenfalls Feuerwehrmann – war zu dem Unfall ausgerückt und musste alles mitansehen. Zur Trauer um den Verlust des Sohnes kommen auch finanzielle Sorgen.
Leidenschaft ging unter die Haut
Der Vater musste sein eigenes Motorrad verkaufen, um die Begräbniskosten decken zu können. Sebastian teilte die Leidenschaft für Zweiräder, hatte sich von seinem Lehrlingsgehalt sein erstes eigenes Traum-Motorrad gekauft. Wie groß die Leidenschaft für das Zweirad war, zeigt sich unter anderem daran, dass er sich ein Bild davon auf den Arm tätowieren ließ. Besonders berührend: Am Tacho dieser Maschine „versteckte“ sich das Hochzeitsdatum seiner Eltern.
Eltern und Geschwister trauern
Erst ein Jahr vor seinem tragischen Unfalltod wurde der 20-Jährige von seinem Stiefvater adoptiert, was die familiäre Bindung auch offiziell besiegelte. Den Eltern und den fünf Geschwistern ist es eine Herzensangelegenheit, einige Dinge zu bewahren, die Sohn und Bruder ausgemacht haben – darunter auch sein Motorrad, das eine große Bedeutung für den Mechaniker gehabt hat.
Spendenaktion für Familie
Wegbegleiter haben deshalb eine Online-Spendenaktion gestartet, um die Hinterbliebenen bei ihrem Wunsch finanziell zu unterstützten. Unter „Er wollte helfen – jetzt helfen wir seiner Familie“ rufen sie dazu auf, die finanzielle Belastung ein wenig zu lindern. „Für jede Unterstützung, jedes Zeichen des Mitgefühls und jede Hilfe ist die Familie von Herzen dankbar“, so der Organisator abschließend.