Es sind zahlreiche Verbrechenen, wegen derer sich sieben Milchbubis am Landesgericht Linz verantworten mussten. Hauptdelikt der 15- bis 17-Jährigen: Sie hatten „zum Spaß“ Autos von Werkstätten und Garagen geklaut, und damit Spritztouren unternommen. Die Urteile standen am Freitag noch aus.
Sieben halbstarke „Bubis“ – allesamt zwischen 15 und 17 Jahre alt – drängten sich am Freitag auf der Anklagebank am Landesgericht Linz. Diese ist den Burschen aus Linz und Wien alles andere als unbekannt: Jeder Einzelne der Jugendlichen hat nicht nur mehrere Vorstrafen, sondern auch bereits mehrere Monate in Haft verbracht. Mit Ausnahme des Ältesten sind sie alle Schulabbrecher, haben noch keinen Tag in ihrem Leben gearbeitet. Angeklagt war auch die Schwester des Hauptangeklagten – sie war aber nicht zugegen.
Jeder mehrfach vorbestraft
Stattdessen waren sie den ganzen Tag mit ihren „schlechten Freunden“ unterwegs: „Ich habe nur daran gedacht, Blödsinn zu machen“, so einer der Angeklagten. Und das machten sie auch: Die Vorstrafen reichen von gefährlichen Drohungen über Einbrüche und Nötigungen bis hin zu schwerem bewaffneten Raub.
Großen Schaden verursacht
Am Freitag aber saßen sie wegen eines anderen Verbrechens vor Gericht – eines, das sich momentan offenbar großer Beliebtheit erfreut: Die Angeklagten hatten nämlich in wechselnden Besetzungen Autos gestohlen – am liebsten von Werkstätten, wo sie die Schlüssel aus Safes an der Außenwand stahlen. Weil die Halbstarken, fast alle mit Migrationshintergrund, besonders Premiumfahrzeuge der Marken BMW, Mercedes-Benz und Audi im Visier hatten und teilweise die Autos auch in ramponiertem Zustand irgendwo wieder abstellten, war der Schaden entsprechend groß.
Voll geständig, aber . . .
Wie hoch genau, musste im Laufe der Verhandlung erst eruiert werden. Die Staatsanwaltschaft hatte gewerbsmäßigen schweren Diebstahl angeklagt – zu dem die „Bubis“ größtenteils geständig waren. Nur Bereicherungsvorsatz stritten alle ab – dass sie die Fahrzeuge nicht behalten hätten können, sei ihnen bewusst gewesen. Stattdessen sei es um den „Kick“ gegangen. Urteile für die Bande standen am Freitag allerdings noch aus.
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