Einreiseverbot in GB
“Aufreiß-Profi” Julien Blanc darf nicht auftreten
Der gebürtige Schweizer zeigt Männern in teuren Seminaren, wie sie sich Frauen gegen deren Willen gefügig machen können. Auf seiner YouTube-Seite finden sich einige Ausschnitte aus diesen "Boot Camps". Er wollte am Freitag in Großbritannien eintreffen. Mehr als 160.000 Briten hatten zuvor eine Online-Petition unterzeichnet, in der Blanc als "gewalttätiger Frauenfeind" bezeichnet wird.
Auftrittsverbot auch in Australien
Auch in Australien hatte der selbst ernannte Aufreiß-Künstler bereits Auftritte absagen müssen. Blanc musste das Land verlassen, weil sein Visum nach heftigen Protesten zurückgezogen wurde. Auch in Kanada gibt es Forderungen, ihm die Einreise zu verweigern.
Blanc äußerte sich Anfang der Woche in einem Gespräch mit dem US-Sender CNN reumütig. Er entschuldigte sich bei allen, "die ich in irgendeiner Weise beleidigt habe". Umstrittene Fotos, die zeigen, wie er Frauen würgt und ihre Köpfe in seinen Schoß drückt, seien "aus dem Zusammenhang gerissen" worden.
Online-Petition: "Würger" soll keine Hotelunterkunft erhalten
Doch die Wut über den "sexistischen und rassistischen" Gewalttäter wächst dennoch weiter im Internet. Auf der Website change.org wird nicht nur gegen Blanc und seine Organisation Real Social Dynamics gewettert. Es wird offen an Hotels weltweit appelliert, dem "Würger" kein Zimmer anzubieten, oder Seminare stattfinden zu lassen. Auch diese Online-Petition haben bereits mehr als 50.000 Menschen unterschrieben.
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