Neues Öffi-System

Gericht gibt grünes Licht für die „Bus-Taxi-Kombi“

Niederösterreich
03.09.2026 17:00

Jetzt sollte der Kampf um die Linienbusse im Weinviertel beendet sein. Das Landesverwaltungsgericht hat den Einspruch gegen das neue Öffi-System abgewiesen – und gibt damit grünes Licht für ein Kombi-Angebot von großen Bussen und flexibleren Anrufsammeltaxis. 

Eigentlich sollten Leopoldi-Busse und Leopold-Anrufsammeltaxis bereits in diesem Sommer in der Region Weinviertel-West aufeinander abgestimmt die Fahrgäste von A nach B bringen. Allerdings hatte Postbus gegen die Vergabe dieses Auftrages Einspruch erhoben und beim Landesverwaltungsgericht eine sogenannte Nachprüfung beantragt. Jetzt haben die Juristen in St. Pölten einen Schlussstrich unter dieses Verfahren gezogen.

„Meilenstein für Öffi-Verkehr“
Und sie geben grünes Licht für die Umsetzung der neuen Öffi-Pläne. „Damit ist der Weg frei für eine massive Angebotsverbesserung des öffentlichen Verkehrs im westlichen Weinviertel“, kommentiert Verkehrslandesrat Udo Landbauer. Und die beiden Geschäftsführer der NÖ Landesverkehrsgesellschaft (NÖVOG), Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl, sehen in dem Gerichtserkenntnis gar „einen Meilenstein für die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich“.

Kampf gegen leere Busse
Konkret geht es darum, dass künftig nur noch auf den regionalen Hauptachsen die großen Linienbusse unterwegs sein werden. „Damit sagen wir leer herumfahrenden Bussen den Kampf an“, betont Landbauer. Ergänzt wird dieser Linienverkehr künftig durch die Leopold-Anrufsammeltaxis. „Diese sind flexibel und stehen auch auf Strecken und zu Tageszeiten zur Verfügung, wo der Einsatz großer Busse nicht sinnvoll ist“, erklären die NÖVOG-Chefs. Ordern wird man die Taxis telefonisch oder per App können.

Verzögerung  durch Einspruch
Allerdings: Durch die gerichtliche Auseinandersetzung wird sich der Start des neuen Öffi-Modells mit der Kombination aus Bussen und Anrufsammeltaxis im Weinviertel um ein Jahr verzögern. Geplant ist der Beginn jetzt mit Sommer 2027. „Bis dahin wird der derzeitige Linienverkehr in dieser Region unverändert fortgesetzt“, teilt die NÖVOG mit.

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