Taxis statt Busse

Rote Karte für „Rotstift“ bei den Öffi-Angeboten

Niederösterreich
29.08.2026 18:00

Rote Gewerkschaft gegen blaues Verkehrsressort: Das ist wahre Härte. Nach den Vorwürfen der Sozialdemokraten, die Landesverkehrsgesellschaft würde Buslinien im Weinviertel einsparen, schlägt die NÖVOG jetzt zurück -mit Anrufsammeltaxis. 

Im Weinviertel tobt derzeit ein Streit um die Regionalbusse. Sozialdemokraten und Gewerkschafter werfen der NÖVOG vor, den Linienverkehr im Sommer auszudünnen. Doch bei der Landesverkehrsgesellschaft dementiert man jegliche Sparpläne. „Es gibt im Gegenteil einen massiven Ausbau“, heißt es aus St. Pölten.

Neue Anrufsammeltaxis
Denn der klassische Linienverkehr werde neu gestaltet und mit flexibleren Öffi-Angeboten angereichert. Konkret geht es um Anrufsammeltaxis, die künftig auf Strecken und zu Tageszeiten zum Einsatz kommen sollen, „wo der Einsatz großer Linienbusse wenig sinnvoll ist“. 21 solcher Leopoldi-Taxis sollen rund 2000 Sammelstellen anfahren.

Sorgsamer Finanzplan
Zudem sollen 150 Busse auf 65 Linien den Öffi-Bedarf in mehr als 70 Gemeinden im westlichen Weinviertel abdecken. Dass während der Ferienzeit weniger Busse unterwegs sind, räumten die Verantwortlichen der NÖVOG ein: „Das ist aber keine Sparmaßnahme, sondern Ergebnis professioneller Verkehrsplanung.“ Denn „schülerrelevante Buslinien“ seien eben nur zu Schulzeiten notwendig: „Das ist Zeichen eines sorgsamen Umgangs mit Steuergeld.“

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