Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Daniel Fellner definierte in seinem ORF-Sommergespräch eine Deadline für SPÖ-Bundesparteichef Andreas Babler – und dinierte zuvor bereits mit einem möglichen Nachfolger.
„Stocker und Babler zittern um ihre Jobs“, titelte die „Krone“ am Mittwoch. Und vor allem in der SPÖ geht das Zittern munter weiter.
Denn Kärntens Landeschef Daniel Fellner zählte Bundesparteichef Andreas Babler im Kärntner ORF live auf Sendung an. Angesprochen auf die miserablen Umfragewerte im Bund, sprach er – wie schon Burgenlands Landeschef Hans Peter Doskozil – von der SPÖ als „Kleinstpartei“. Wer die SPÖ als Spitzenkandidat in die nächste Nationalratswahl führe, sei noch offen. Sollten die Umfragen die SPÖ auch kurz vor einer Nationalratswahl bei 15 Prozent sehen, wäre das für Fellner die „Deadline“.
Wer macht Babler in Mauerbach die Mauer?
Und spätestens da kommt der als Alternative zu Babler gehandelte Medienmanager Gerhard Zeiler ins Spiel. Wie die „Krone“ erfuhr, trafen sich Fellner und der 71-Jährige im Juli zu einem Abendessen – das beiden wohl kulinarisch wie inhaltlich gemundet haben dürfte.
Eine Enthüllung, die kurz vor der Klausur des SPÖ-Präsidiums für besondere Brisanz sorgt. Von Samstag bis Sonntag residieren die roten Spitzenfunktionäre im edlen Schlosspark in Mauerbach (NÖ). Fest steht: Es herrscht großer Gesprächsbedarf.
„Es wird aber eher die übliche Selbstbeweihräucherung, da Babler-Kritiker entweder nicht mehr im Präsidium sind, oder aber die Klausur schwänzen“, verrät ein Teilnehmer. Manche reisen auch erst am Sonntag an – wie Kärntens Landeschef Fellner, der am Samstag lieber noch ein Volksfest besucht.
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