Sanierung für Pollmann

Eine ganze Region zittert um führenden Leitbetrieb

Niederösterreich
03.09.2026 11:00

Vorsichtig optimistisch gibt man sich beim Waldviertler Automobil-Zulieferer Pollmann mit Sitz in Karlstein an der Thaya (NÖ) zur Unternehmenssanierung. 461 Mitarbeiter und ihre Familien bangen um den Job. Erste positive Gespräche habe es mit Kunden und Gläubigern bereits gegeben.

Das erste kleine Aufatmen im Fall der zahlungsunfähigen Pollmann-Gruppe gab es mit der Genehmigung des Sanierungsverfahrens – und vorerst wie gehabt weiterzuarbeiten – bereits Dienstagnachmittag.

Doch bangen nicht nur die Familien von 461 Mitarbeiter in den drei Gesellschaften des Konzerns um ihre Zukunft – eine ganze Region zittert um einen ihrer führenden Leitbetriebe. Pollmann betont den strukturellen Wandel in der Autoindustrie: eine dauerhafte Verschiebung, die derzeit viele Zulieferer treffe. Während die weltweite Automobilproduktion weiter wachse, entstehe der Druck am europäischen Markt.

74 Millionen Euro Schulden wurden bei 342 Gläubigern angehäuft. Der Konzern sowie Chef und Eigentümer Stefan Pollmann betonen das Ziel, den Standort und den Großteil der Beschäftigten zu halten.

Positive Gespräche
„Die Investorensuche wurde bereits vor einem Jahr gestartet“, gab man sich optimistisch, mit abgeschlossener Sanierung viel leichter einen passenden Geldgeber zu finden. Bisherige Gespräche mit Kunden und Gläubigern seien durchwegs positiv verlaufen, hieß es am Mittwoch. Auch das Erstgespräch mit den Masseverwaltern der drei Gesellschaften war für Mittwoch anberaumt.

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