„Harte Polizeiarbeit“

Serientäter (26) nach Afghanistan abgeschoben

Wien
01.09.2026 12:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein mehrfach verurteilter 26-jähriger Afghane ist in der Nacht auf Dienstag nach Afghanistan abgeschoben worden. Der Mann wurde von Wien über Istanbul nach Kabul gebracht. Nach Angaben des Innenministeriums wurde die gesamte Abschiebung begleitet und überwacht.

Der 26-Jährige war in Österreich dreimal strafrechtlich verurteilt worden und hatte wegen schwerer Eigentums- und Suchtgiftdelikte insgesamt mehr als zweieinhalb Jahre Haft verbüßt. Zudem weist er laut Innenministerium 20 kriminalpolizeiliche Vormerkungen auf. Bereits im September 2025 war der Mann von einer Delegation der afghanischen Verwaltung als afghanischer Staatsangehöriger identifiziert worden.

„Harte polizeiliche Arbeit“
„Abschiebungen sind harte polizeiliche Arbeit. Dieser harte aber gerechte Weg wird konsequent fortgesetzt, um die Minuszuwanderung abzusichern. Denn es ist absolut notwendig, dass wir Herr im eigenen Haus sind“, erklärt Innenminister Gerhard Karner in einer Presseaussendung.

Mehr als 8800 Menschen ohne Bleiberecht abgeschoben
In den ersten sieben Monaten 2026 mussten nach Angaben des Innenministeriums mehr als 8800 Menschen ohne Bleiberecht Österreich verlassen. Mehr als die Hälfte wurde zwangsweise abgeschoben, davon waren laut Ministerium 48 Prozent verurteilte Straftäter. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte an, diesen Kurs fortzusetzen.

Zahl der Asylanträge stark gesunken
Gleichzeitig gibt es in Österreich so wenig neue Asylanträge wie seit zehn Jahren nicht mehr und die Anzahl der Asylwerber in der Grundversorgung ist so niedrig wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

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