Es ist ebenso groß wie umstritten. Der Bau des Google-Rechenzentrums in Kronstorf (OÖ) hat Befürworter, aber auch Kritiker. Gegner des Rechenzentrums ziehen sich den Unmut von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zu. SPÖ will nun wissen, wie viele Arbeitsplätze entstehen.
Erst am Sonntag machten Aktivisten gegen das Google-Großprojekt in Kronstorf Stimmung – wir berichteten. Mehrere Personen hatten sich dort in Kleingruppen an Baustellenfahrzeugen verschränkt beziehungsweise fixiert und am Dach ein riesiges Banner aufgehängt sowie Leuchtraketen gezündet. Gegen 15.45 Uhr verließen die friedlichen Demonstranten das Gelände – doch einige von ihnen dürften bald zurückkommen: Auch für kommenden Sonntag ist eine Demonstration bei der zuständigen BH angemeldet.
Kritik an Demo-Ort
„Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, aber man muss nicht jede Demonstration für sinnvoll halten. Die wichtige Verkehrsachse B 309 verbindet den Zentralraum mit der Region Steyr und wird täglich, auch an Sonntagen, von zahlreichen Autofahrern genutzt. Demonstrationsfreiheit darf nicht zur Belastung für tausende Unbeteiligte werden“, meint LH Thomas Stelzer (ÖVP). Auch am 11. September soll in Linz eine Kundgebung gegen das Google-Rechenzentrum stattfinden.
Fragen an den Landesrat
Unterdessen beschäftigt das geplante Rechenzentrum einmal mehr die Landespolitik: Die SPÖ möchte in einer schriftlichen Anfrage an Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) u. a. wissen, welche Landesförderungen an Google fließen und wie hoch die regionale Wertschöpfung im Zusammenhang mit der Errichtung des Rechenzentrums sein wird. Zudem soll Achleitner Auskunft darüber geben, wie viele direkte und indirekte Arbeitsplätze er sich durch das Projekt erwartet.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.