Die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich zieht wieder an und stieg im August um 4,1 Prozent auf 39.300 Betroffene. Vor allem die Zahl der jobsuchenden Frauen legte zu. Doch auch die offenen Stellen sind mehr geworden.
Die schlechte Nachricht: Die Arbeitslosigkeit steigt nach einer leichten Entspannung in den Vormonaten in Oberösterreich wieder kräftig an, um 4,1 Prozent auf nun 39.300 Jobsuchende. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent – immer noch der drittniedrigste Wert aller Bundesländer. Bundesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 7,2 Prozent.
Vor allem unter Frauen ist die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 7,3 Prozent in Oberösterreich im August stark gestiegen. Bei den Männern gab es einen Anstieg von „nur“ einem Prozent.
„Nachfrage der Betriebe zieht an“
Es gibt aber auch gute Nachrichten: „Die Nachfrage der Betriebe zieht spürbar an“, sagt Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice (AMS) Oberösterreich. Das Angebot an offenen Stellen stieg um 7,3 Prozent auf rund 20.750 freie Jobs an. „Es ergeben sich daher größere Chancen für Menschen mit niedriger Qualifikation beziehungsweise mit technischen Abschlüssen. Im Besonderen trifft das auf die Wirtschaftszweige Arbeitskräfteüberlassung, Produktion, Bau und handwerkliche Berufe zu“, erklärt Schmidt.
Große Unterschiede zwischen den Bezirken
Problemfeld bleibt weiterhin die Langzeitarbeitslosigkeit – sie stieg im August erneut kräftig an, um 17,3 Prozent auf nun 11.560 Betroffene. Die Statutarstädte Steyr (7,9%), Linz (7,5%) und Wels (7,3%) haben traditionell die höchsten Arbeitslosenquoten. Die niedrigsten Quoten weisen die Bezirke Rohrbach (2,7%), Freistadt (3,2%) und Eferding (3,3%) auf.
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