Gewitter, Sturm und Hagel! Im Pongau ist es vergangene Nacht unwettermäßig dramatisch zugegangen. Besonders prekär war es in den zwei Gemeinden St. Johann und Schwarzach. Die Freiwilligen Feuerwehren musste hier ausrücken und berichten von Hochwasser und Murenabgängen. Dabei kam es zu Straßensperren.
In St. Johann im Pongau wurde die Feuerwehr frühabends gegen 18.30 uhr wegen der heftigen Sturmböen zu mehreren Einsatzstellen im Stadtgebiet alarmiert. Die Freiwillige Feuerwehr aus dem Ort berichtet von kleineren Murenabgängen auf der L109 und der B163.
„Schotter und Schlamm wurden mit Unterstützung von Radladern der Straßenmeisterei sowie der Stadtgemeinde entfernt und im Anschluss die Fahrbahnen gewaschen“, heißt es in einer Aussendung.
Während der Aufräumarbeiten ist es zu kurzzeitigen Straßensperren gekommen. Weiters wurde durch den Starkregen ein Heizraum in einem Gebäude in der Hauptstraße überflutet. Mittels Wassersauger wurde dieser ausgepumpt. Auf derselben Straße wurde durch die starken Böen ein Bauzaun umgeworfen. Die Floriani stellten diesen wieder auf.
Auch Einsätze im benachbarten Schwarzach
Ebenfalls dramatisch zeigen sich die Folgen des schlimmen Sturms im benachbarten Schwarzach: Die freiwillige Feuerwehr Schwarzach rückte gestern ebenfalls gegen 18.30 Uhr wegen gefluteter Gebäuderäume aus. Zum einen in einem Industriebetrieb in der Untersbergstraße:
„Aufgrund des heftigen Unwetters war Regenwasser in einen Versorgungsschacht eingedrungen und hatte dadurch die Brandmeldeanlage ausgelöst“, heißt es seitens der Floriani. Das Wasser konnte durch eine Tauchpumpe rasch abgesaugt werden.
Geflutete Räume lösten Brandmelder aus
Gleichzeitig gab es einen weiteren Brandmeldealarm bei einem Gewerbebetrieb in der Baderstraße. Ursache war erneut eingedrungenes Regenwasser, das den Alarm ausgelöst hatte. Auch hier konnte erfolgreich abgepumpt werden.
Ausrücken mussten auch Pinzgauer Feuerwehren: In Taxenbach waren bei zwei Firmen nach den starken Regenfällen Einlaufgitter verlegt. „Es gab dort aber keinen Wassereintritt“, berichtet Kommandant Gerhard Eder. Dafür stand die Zeugstätte unter Wasser, als die Floriani zurückkehrten. Die Räume mussten ausgepumpt werden. Die Trocknungsgeräte werden noch länger laufen.
Insgesamt dokumentieren die Feuerwehren in den beiden Bezirken Pongau und Pinzgau knapp 30 Einsätze – hauptsächlich wegen Überschwemmungen und kleineren Erdrutschen.
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