Hilfsaktion läuft

Wirtschaft kann mit Bausteinen Schule helfen

Niederösterreich
01.09.2026 12:30

Ein beherzter Direktor aus dem Waldviertel hofft, dass jetzt heimische Firmen in die Ausbildung der Schüler investieren. Die Bausteinaktion soll Stück für Stück helfen...

Raten Sie einmal, wie viele heute auf unserer Baustelle arbeiten?“, fragt Schuldirektor Gerhard Hackl an einem Freitag unverblümt. Seine HLUW in der Marktgemeinde Yspertal im Bezirk Melk wird seit 2024 umgebaut. Auch in diesem Jahr zieht sich das weiter in die Länge. „Vier“, beantwortet er seine Frage. Nicht nur, dass am Freitag in der Baubranche mittlerweile weniger Menschen arbeiten, legt dem Umbau Steine in den Weg. „Der Bau fand jetzt immer während dem Unterricht statt.“ Auch witterungsbedingt kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Gemeinde Yserptal als Bauherr
Bauherr des Gesamtprojekts ist die Gemeinde Yspertal, die damit den Schulstandort absichert und eine moderne Unterrichtsumgebung schafft. Für das „Innere“, ist der Schuldirektor zuständig. Da die höhere Schule einen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und Technik setzt, werden vor allem neue Laborgeräte- und Maschinen benötigt.

Die Ausstattung für ein technisches Labor schlägt sich mit 50.000 und 100.000 Euro zu Buche.
Die Ausstattung für ein technisches Labor schlägt sich mit 50.000 und 100.000 Euro zu Buche.(Bild: Imre Antal)

„Das kostet viel Geld. Eine Raumausstattung bei uns kommt dabei schon auf 50.000 Euro. Hier brauchen wir Unterstützung“, sagt Hackl, der seit 2015 Direktor an der Schule ist.

Die Arbeitskräfte von morgen
Da die HLUW eine Privatschule ist, die zum Zisterzienserstift Zwettl gehört, obliegt es auch ihr selbst, die Schulräume zu gestalten. „Wir bilden hier die Arbeitskräfte für Industrie und Technik von morgen aus und ich möchte Firmen anbieten, sich direkt an der Ausbildung zu beteiligen“. Über sogenannte „Ausstattungsbausteine“ sollen Firmen direkt in teure Spezialgeräte investieren. Größere Partner haben sogar die Möglichkeit, komplette Raumwidmungen zu übernehmen. „Denn die Zukunft wird jetzt gebaut“, sagt Hackl.

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