Schon die Titelkandidaten Bürmoos (im Landescup) und Eugendorf hatten die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass mit Salzburger Liga-Rückkehrer Berndorf nicht gut Kirschenessen ist. Zum Auftakt der fünften Runde erwischte es auch Spitzenreiter Bramberg – 5:1!
Dabei sah es in der einzigen Freitagspartie lange nicht nach einem Torfestival aus. „Vor der Pause ist es hin- und hergegangen“, befand Berndorf-Sportchef Werner Baier. „Das Spielglück, das in den vergangenen Wochen auf unserer Seite war, ist diesmalgnadenlos auf die andere Seite gefallen“, sprach Gäste-Obmann Martin Innerhofer auf einen Ramo-Stangenschuss an. Schon zur Halbzeit war klar: Die fast 400 Minuten währende Torsperre von Bramberg-Schlussmann Lukas Schösser war gebrochen. Er hat zuletzt in Runde eins hinter sich greifen müssen – zum ersten und einzigen Mal in dieser Spielzeit. Nach Scheffenackers Stangentreffer staubte Lukas Rösslhuber für den Aufsteiger ab (43.). Bitter: Schösser blieb mit Knieproblemen dann gleich in der Kabine.
Nach Seitenwechsel kamen die Oberpinzgauer alsbald zum Ausgleich, nach vermeintlicher Abseitsstellung gelang Neuzugang Fabrice Maahs sein erstes Saisontor (48.). „Dann haben sie schon gezeigt, dass sie richtig gut Fußballspielen können. Wenn da das 2:1 fällt, wäre es wohl vorbei gewesen“, beschrieb Baier die folgenden 20 Minuten. Doch: Die Treffer gelangen nur auf der anderen Seite, weil Berndorf konsequent andrückte. Weil Joker Noah Illek abstaubte (75.), ging der Außenseiter erneut in Führung. Am Ende ging es dann Schlag auf Schlag: Andreas Baumgartner (85.), Jonas Illek (87.) und Marcel Holzmann (92.) fixierten den 5:1-Kantersieg der heimischen Riesentöter.
Das sind natürlich Bonuspunkte für uns, mit denen nicht zu rechnen war. Wir sind mächtig stolz!
Berndorf-Sportchef Werner Baier war fast sprachlos
„Hat es viele Jahre nicht mehr gegeben“
„In Summe ist es natürlich viel zu hoch ausgegangen. Aus unserer Sicht war es ein X, mit Vorteilen für uns auf einen Sieg. So tut es für den Moment natürlich sehr weh, weil am Ende jeder Schuss ein Treffer war. Aber jetzt heißt es aufrichten und nächste Woche wieder Gas geben“, meinte Innerhofer nach der ersten Niederlage der Wildkogler. Baier strahlte indes: „Das sind natürlich Bonuspunkte für uns, mit denen nicht zu rechnen war. Wir sind mächtig stolz! So etwas hat es in Berndorf viele Jahre lang nicht mehr gegeben.“
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