Bei „Concerti Corti“

In Salzburg wird auf Millionen-Geige musiziert

Land & Leute
28.08.2026 09:00

Das Musikfestival „Concerti Corti“ startet am 11. September und hält für seine Besucher einige Neuerungen bereit. Als einer der Höhepunkte steht ein Konzert auf einem ganz besonderen Instrument an.

Es kann nicht immer nur heile Welt geben. Deshalb stellt das Kulturfestival „Concerti Corti“ heuer explizit Ungerechtigkeit thematisch in den Mittelpunkt. „In der vierten Festivalausgabe widmen wir uns der Frage, wie weibliche Identitäten in Kunst und Gesellschaft über Jahrhunderte geformt, eingeschränkt und schließlich selbstbestimmt neu definiert werden“, sagt Organisator Benjamin Herzl. Als Folge öffnet das Festival heuer sein Repertoire für zentrale Werke weiblicher Künstlerinnen.

Festival rückt in intimerem Rahmen näher zusammen
Neue Wege geht Herzl mit „Concerti Corti“ auch hinsichtlich Veranstaltungsorten. „Wir wollen heuer den Flachgau mit der Stadt Salzburg verbinden.“ Deshalb sind die Musiker erstmals auch in der Edmundsburg zu Gast.

Ob Kirchen, etwa in Anthering, oder Stefan Zweig Zentrum in der Edmundsburg – die ...
Ob Kirchen, etwa in Anthering, oder Stefan Zweig Zentrum in der Edmundsburg – die Veranstaltungsorte sind vielfältig.(Bild: petra rautenstrauch)

„Durch die neue Location wird es noch intimer. Was uns sehr freut, denn Kammermusik kann man in kleinem Rahmen besser mit dem Publikum teilen. Das ist auch ein bisschen der Sinn unseres Festivals“, so Herzl. Heißt: Die Besucher sind auch hautnah am Geschehen, wenn der ehemalige Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, Fedor Rudin, auf seiner 300 Jahre alten „Ex Viotti“ Stradivari spielen wird. Im zweistelligen Millionenbereich wird der Wert dieses Instrumentes geschätzt.

Die Edmundsburg ist heuer auch Veranstaltungsort.
Die Edmundsburg ist heuer auch Veranstaltungsort.(Bild: Andreas Tröster)

Neben Musik stehen auch heuer selbstverständlich Filme am Programm. Axel Cortis Film „Herrenjahre „ mit Peter Simonischek eröffnet die Veranstaltungsreihe am 11. September. Die Regisseurin Sabine Derflinger blickt am 13. September hinter die Kulissen ihres preisgekrönten Films „Die Dohnal“.

Auch Organisator und Geiger Benjamin Herzl wird am Eröffnungsabend auf der Bühne stehen. Und zwar an der Seite von Ausnahme-Cellistin Antonia Straka und dem portugiesischen Star-Pianisten Raúl da Costa.

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