In der dritten Runde des Landescups feierten gleich zwei Teams ein regelrechtes Schützenfest. Alle drei Teams aus dem Pinzgau setzten sich ebenfalls durch. Eines davon sorgte für eine Überraschung.
„Gegen Golling sind wir noch ungeschlagen“, witzelte der SC Bischofshofen noch am Montag in den sozialen Netzwerken. Die erste Niederlage gegen die Tennengauer hatte das dann aber in sich. Denn das ging den Bischofshofen-Kickern in 90 Minuten in allen Belangen deutlich zu schnell! In der dritten Runde des SFV-Landescups unterlag der Neo-Klub aus dem Pongau Salzburgligist Golling mit 0:10! Trainer Mersudin Jukic war nach der Partie bemüht, für Ruhe zu sorgen. „Ich möchte mich nicht rausreden, aber uns haben schon viele Spieler gefehlt. Auch mit der Niederlage ist alles gut. Für uns war es toll, dass wir in der dritten Runde überhaupt noch dabei waren“, sagte der Ex-Profi der „Krone“.
Das Ergebnis war genau so okay. Es hätte noch höher ausfallen können.
Martin HIRCZY, Cheftrainer Bad Hofgastein
Auch ein Schützenfest in der dritten Runde des Landescups feierte am Dienstagabend Grödig. Nur drei Tage nach dem 1:0-Erfolg in der Liga gegen Gurten jubelte die Mannschaft von Cheftrainer Arsim Deliu über einen 6:0-Kantersieg bei Bad Hofgastein (1. Landesliga). Patrick Scheibenhofer gelang dabei ein Doppelpack. „Das Ergebnis war genau so okay. Es hätte noch höher ausfallen können. Es war ein absolutes Lehrspiel für uns“, sagte Bad Hofgasteins Cheftrainer Martin Hirczy nach der deutlichen Cup-Watschen.
Niederlage gegen Grödig für Bad Hofgastein kein Beinbruch
Für den Übungsleiter war der sichtbare Klassenunterschied keine Überraschung. „Das sind alles gutbezahlte Spieler, die da in Grödig kicken. Wir machen das ohne Geld und wollen genau so weitermachen“, schmunzelte der Coach, der nach dem Ausscheiden keineswegs niedergeschlagen wirkte.
Nordligist Seekirchen gewann als Favorit das schwere Landescup-Auswärtsspiel in Siezenheim. Die Wallerseer mussten für das Weiterkommen aber lange kämpfen, gerieten sogar fast in Rückstand. Nach dem 2:2‑Ausgleich der Hausherren durch Maximilian Breitenthaler verpasste Michael Offenhauser die erstmalige Führung des Viertligisten.
„Wir können stolz sein, wie wir aufgetreten sind. Das Aus nervt natürlich, aber wir schauen schon wieder nach vorn“, sagte Torschütze Breitenthaler nach einer hitzigen Cup-Partie. Denn: „Es war wirklich was los auf dem Platz. Der Schiedsrichter hatte da nicht immer alles im Griff“, meinte der 25-jährige Siezenheim-Kicker.
Grünau locker durch: „War die erwartete Pflichtaufgabe“
Locker durchgesetzt hat sich indes Wals-Grünau. Der aktuell stärkste Salzburger Regionalligist jubelte beim 2. Landesligisten St. Martin/T. über einen 3:1-Sieg. Timo Kulterer und David Ebner sorgten vor der Pause für die 2:0-Führung, Petrit Nika machte in der Schlussphase alles klar. Der Treffer von von Fabian Wimmer zum 1:3-Endstand war am Ende nur noch Ergebniskosmetik. „Es war die erwartete Pflichtaufgabe. Wir haben das sehr solide und reif heruntergespielt“, sagte Grünaus Cheftrainer Bernhard Huber-Rieder, der vor der Partie am Tennengebirge die Rotationsmaschine anschmiss.
Erster Sieg für Pinzgau-Coach Thomas Eder
Den ersten Sieg als Trainer des FC Pinzgau feierte Thomas Eder. Die Saalfeldener gewannen beim SAK aus der Salzburger Liga abgeklärt mit 2:0. Auch Puch schied aus. Die Tennengauer verloren überraschend beim 1. Landesligisten Mittersill mit 1:3. „Der Sieg für Mittersill war hochverdient. Für viele deiner Spieler war es lehrreich, dass es nicht reicht, in der Salzburger Liga in der ersten Mannschaft zu stehen. Wir haben wenig Chancen kreiert und waren defensiv viel zu löchrig. Das war einfach nicht intelligent genug“, ärgerte sich Cheftrainer Daniel Buhacek über das Scheitern im Pinzgau.
Pinzgau-Trio in nächster Runde des SFV-Landescups
Neben Mittersill setzte sich mit Mühlbach ein weiterer Klub aus dem Pinzgau in der dritten Cup-Runde durch. Die Mühlbacher schlugen den ASK_PSV Salzburg in der Fremde mit 4:1. Bramberg, ebenso aus dem Pinzgau, siegte in Straßwalchen mit 3:2. Bitter: Der entscheidende Treffer fiel durch ein Eigentor von Straßwalchens Elias Trojer erst in der Nachspielzeit. „Wir haben alles probiert in der zweiten Halbzeit und sind dann ausgekontert worden. Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, wollte Straßwalchens Chefcoach Markus Scharrer nicht lange hadern.
SFV-Landescup, 3. Runde: Siezenheim – Seekirchen 2:4 (1:1), ASK/PSV/SSK – Mühlbach/Pzg. 1:4 (1:3), St. Martin/T. – Wals-Grünau 1:3 (0:2), Bad Hofgastein – Grödig 0:6 (0:2), SAK – FC Pinzgau 0:2 (0:1), Bischofshofen – Golling 0:10 (0:4), Mittersill – Puch 3:1 (2:1), Straßwalchen – Bramberg 2:3 (1:1).
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