Orange Gewitterwarnung

Starkregen: Tirol droht heftiger Unwetter-Abend

Tirol
28.08.2026 13:15

Bis zu 90 km/h Sturm, Starkregen und Hagel: Ab Freitagnachmittag zieht eine markante Gewitterfront über Tirol. Besonders betroffen sind der Großraum Innsbruck und das Unterland. Experten warnen vor einer dynamischen Wetterlage.

Tirol rüstet sich für einen turbulenten Freitagabend: Ab etwa 16 Uhr steigt die Unwettergefahr laut Prognose der GeoSphere Austria deutlich an. Für den Raum Innsbruck und das Tiroler Unterland wurde die orange Gewitterwarnung – Stufe 3 von 4 – ausgegeben.

Auch in den übrigen Bezirken sind teils kräftige Gewitter möglich. Erwartet werden Sturmböen bis 90 km/h, Starkregen und lokal Hagel. Besonders heftig könnten die Gewitter im Raum Innsbruck sowie im bayerischen Grenzraum des Unterlands bis in die Abendstunden ausfallen.

„Rasch geschützten Ort aufsuchen“
„Die genaue Entwicklung der Unwetter und die lokalen Ausmaße lassen sich kurzfristig nur schwer abschätzen“, warnt Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement. Sein Appell: „Warnungen beachten, Aktivitäten im Freien der Wetterlage anpassen, lose Gegenstände sichern und bei aufziehenden Gewittern rasch einen geschützten Ort aufsuchen.“

Grund für die brisante Wetterlage ist eine Tiefdruckentwicklung über den Britischen Inseln. Feuchtwarme Luft wird dabei in einer südwestlichen Höhenströmung nach Mitteleuropa geführt und trifft auf eine Kaltfront über Österreich. Kräftiger Südföhn kann die Sturmböen zusätzlich begünstigen.

Vorsicht im Freien und auf den Straßen
Wer heute noch eine Bergtour oder Freizeitaktivität plant, sollte die Wetterentwicklung genau im Auge behalten. Bäche, Flüsse und überflutungsgefährdete Bereiche sind bei Gewittern unbedingt zu meiden. Auch Unterführungen, Keller und Tiefgaragen können rasch volllaufen.

Gartenmöbel, Sonnenschirme und andere lose Gegenstände sollten rechtzeitig gesichert werden. Autofahrer müssen mit Aquaplaning, schlechter Sicht, herabfallenden Ästen, Vermurungen und lokalen Überflutungen rechnen.

Die gute Nachricht: Ab Samstag dürfte sich die Wetterlage nach aktuellem Stand wieder beruhigen. Bis dahin gilt jedoch: Wetterwarnungen verfolgen und die Pläne flexibel halten.

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