Wie gelangte das begehrte „weiße Gold“ über Jahrtausende von Hallstatt in weite Teile Europas? Und wer hat das Salz vor 7300 Jahren überhaupt aus dem Stollen herausgeholt? Am 12. und 13. September kann man im Hallstätter Hochtal bei „Archäologie am Berg“ vieles erfahren und erleben – die neue Standseilbahn hinauf auf den Salzberg fährt schon.
Der Salzberg in Hallstatt verwandelt sich einmal im Jahr in ein lebendiges Freilichtmuseum. Unter dem Motto „Archäologie am Berg“ bieten das Naturhistorische Museum Wien, die Salzwelten GmbH und die Salinen Austria AG ein buntes Programm aus Vorführungen, Mitmachstationen und Präsentationen.
Heuer findet „Archäologie am Berg“ am Samstag und Sonntag, dem 12. und 13. September, statt. Die beliebte Veranstaltung ist maßgeschneidert für Familien, Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte.
Salzpickel und Einbaum
Die Geschichte des Salzes wird dort erlebbar, wo sie ihren Ursprung nahm. Unter dem Motto „Vom Einbaum bis zur modernen Logistik“ geht es heuer besonders um den Transport des Salzes über einen Zeitraum von rund 7300 Jahren – von einfachen Wasserfahrzeugen und Tragtieren über Fuhrwerke und Soleleitungen bis hin zu Eisenbahn, Standseilbahn und modernen Logistiksystemen.
Besucherinnen und Besucher können außerdem prähistorische Werkzeuge ausprobieren, Sole sieden, beim Bohren hölzerner Soleleitungen zusehen oder selbst in die Kleidung der Hallstätter Bergleute schlüpfen.
Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Archäologie, Montangeschichte und Denkmalpflege stehen für Gespräche zur Verfügung und geben Einblicke in ihre Forschungsarbeit. Das Wochenende verspricht lebendige Wissensvermittlung im UNESCO-Welterbe.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den archäologischen Untersuchungen in Hallstatt. Die außergewöhnlich gut erhaltenen Funde aus dem Salzbergwerk liefern Erkenntnisse über Wirtschafts- und Lebensweisen vergangener Gesellschaften. Abgeschlossen sind die Grabungen nie.
Hallstatt bot schon in der Steinzeit „gutes Leben“
So fanden im Vorjahr die Forscherinnen und Forscher des Naturhistorischen Museums Hinweise darauf, dass es in Hallstatt offenbar bereits vor 7500 Jahren erste Siedler gab, wir haben darüber berichtet. Gefunden wurden etwa Keramikfragmente und Feuersteinklingen. Insgesamt deuten die Funde auf ein „strukturiertes, organisiertes, gutes Leben vor 7500 Jahren hin“, so Karina Grömer, Direktorin der Prähistorischen Abteilung, Naturhistorisches Museum (NHM) Wien.
Die Teilnahme an „Archäologie am Berg“ ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.