Neun Wochen Sommerferien vergehen oft schneller als gedacht und bald machen sich wieder Tausende Kinder auf den Schulweg. Der hat in Kärnten leider oftmals Gefahrenpotenzial; im Vorjahr ist die Anzahl der Unfälle sogar um 66 Prozent gestiegen!
Jetzt ist die beste Zeit, um den Schulweg zu üben! Gerade Schulanfänger und Kinder, die die Schule wechseln, brauchen ein oder zwei „Testläufe“. Dabei sollten Eltern auch unbedingt auf gefährliche Situationen, die passieren können, hinweisen. Die Zahl der Unfälle ist nämlich im Vorjahr wieder drastisch gestiegen, wie die Mobilitätsorganisation VCÖ berichtet.
Sogar 66 Prozent mehr waren es im Vorjahr: Genauer gesagt wurden bei 48 Schulwegunfällen in Kärnten 54 Kinder verletzt. Die Zahl der Unfälle ist damit im südlichsten Bundesland auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2019 gestiegen. Zum Glück gab es im Vorjahr in Kärnten keinen tödlichen Schulwegunfall.
Schülerlotsen und Maßnahmen entschärfen
Trotzdem sind Schulwege im Vergleich zu Freizeitwegen eher sicher. Grund dafür sind Verkehrsberuhigungen, Schülerlotsen oder das vorherige Üben mit den Eltern. „Damit erlangen die Kinder Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Diese Erfahrung hilft ihnen bei all ihren Wegen, die sie in der Freizeit zurücklegen“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
„Die Erfahrung, den Schulweg selbst zu gehen und zu üben, hilft Kindern bei all ihren Wegen, auch in der Freizeit“, so Schenk. Sinnvoll ist das Zufußgehen oder Radfahren außerdem, um gleichzeitig auch noch Bewegung in den Alltag zu bringen.
„Wer auf Gefahren- oder Problemstellen am Schulweg des Kindes stößt, sollte diese am besten der Gemeinde sowie der Schuldirektion melden. So können die zuständigen Stellen rasch Maßnahmen zur Entschärfung der Problemstelle prüfen und umsetzen“, betont Maria Schenk.
Kennen Sie gefährliche Stellen, so melden Sie diese auch der „Kärntner Krone“! Wir machen mit unserer Aktion „Sicherer Schulweg“ regelmäßig auf Gefahrenstellen aufmerksam: elisabeth.nachbar@kronenzeitung.at
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