Wegen der hohen Nachfrage nach erneuerbarer Energie und damit nach sogenannten Turbogeneratoren hat der steirische Anlagenbauer Andritz sein Produktionswerk in Linz wiedereröffnet. 150 neue Jobs sollen hier entstehen. Die Donau ist der Schlüssel für den Standort.
Im Jahr 2016 schloss der steirische Anlagenbauer Andritz sein Werk in Linz – wegen eines „extremen Marktrückgangs“, sagt Jürgen Holzer, Leiter der Turbogeneratoren-Sparte bei Andritz. Turbogeneratoren gleichen Schwankungen im Stromnetz aus und sind daher vor allem für die unstete Sonnen -und Windenergie wichtig.
Und hier schlägt das Marktpendel aktuell wieder in die Gegenrichtung aus: „Die globale Nachfrage nach erneuerbarer Energie steigt rasant“, sagt Holzer – und somit auch jene nach den Generatoren. Deshalb hat Andritz sein Werk in Linz am Donnerstag offiziell wiedereröffnet.
Auftragsbücher bis 2030 voll
Bereits heuer sollen zwölf der riesigen Generatoren mit einem Gewicht von bis zu 300 Tonnen von Linz aus ausgeliefert werden. Im Vollausbau ab 2028 können in Oberösterreichs Landeshauptstadt 46 Stück pro Jahr gefertigt werden.
„Die Anbindung zur Donau macht den Standort Linz zum Juwel“, sagt Holzer. Denn die großen Maschinen können nur per Schiff transportiert werden. Das Niedrigwasser konnte Andritz wortwörtlich „umschiffen“: Durch den Einsatz von speziellen Schiffen konnte das Unternehmen auch während der extrem niedrigen Pegelstände seine großen Anlagen über die Donau exportieren.
Im wiedereröffneten Werk in Linz arbeiten bereits 70 Beschäftigte, bis 2028 sollen es 150 sein. Die Auftragsbücher sind bis 2030 voll.
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