Starköche aus 1991
Die Wende: So wurden wir vor 35 Jahren eingekocht
Eine neue Ära brach 1991 an: Die Herd-Meister entdeckten die eigene Heimat und ihre Kostbarkeiten. Aus regionalen Traditionen und heimischen Produkten entstand eine Küche, die zeitgemäß, selbstbewusst und fest in der eigenen Identität verwurzelt war.
Wer vor 35 Jahren fein essen gehen wollte, brauchte weder fermentierten Koji noch eine Pinzette zum Anrichten. „Farm to Table“ war noch kein Begriff, Sharing Plates kein Konzept, und der offene Blick auf polierte Kupferpfannen in einem Lokal eher Ausnahme als Instagram-Kulisse. Dafür wurde in den besten Restaurants etwas aufregend Neues geboten, das heute selbstverständlich klingt: eine moderne österreichische Küche. 1991 markierte dabei eine Zwischenära. Die schwere, französisch dominierte Haute Cuisine alter Schule existierte nur noch als Relikt, die Nouvelle Cuisine hatte ihre Revolution bereits hinter sich, und eine Generation an motivierten Köchen und Köchinnen begann, aus beidem etwas Eigenes zu kreieren.

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