Heute vor 29 Jahren verstarb Lady Diana im Zuge eines tragischen Autounfalls in Paris. Eine neue Dokumentation spürt diesem schicksalshaften Tag akribisch und möglichst detailgetreu nach. Am Abend ist auf „History“ um 21 Uhr die Premiere der Doku im deutschsprachigen Raum.
Es gibt diese Tage in der Menschheitsgeschichte, wo jeder noch genau weiß, was er getan hat. Etwa, als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge ins New Yorker World Trade Center rasten oder als am 31. August 1997 Diana Spencer, Princess Of Wales, im Zuge eines Autounfalls frühmorgens in einem Pariser Tunnel verstarb. Pünktlich zum 29. Todestag gibt es im deutschsprachigen Raum die Premiere der Dokumentation „Der Tag, an dem Diana starb“ (History, 21 Uhr), in der der gesamte Todestag auf einer Länge von 66 Minuten noch einmal akribisch und detailliert aufgerollt wird.
Sanfter Umgang mit den Söhnen
Als Unterbau für die Geschichtsnacherzählung wählen die Macher eine chronologische Abfolge, gewähren sich dabei aber die Freiheit, in den 24 Stunden hin- und herzuspringen, um diverse Zusammenhänge akkurat darstellen zu können. So wird dieser so einschneidende Tag aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet, wodurch sich ein umfassender Blick in jeden Winkel der Geschichte ergibt. So wird etwa hinterfragt, wie unterschiedlich das Königshaus und die britische Politik mit dem Schicksal umgegangen sind. Wie Queen Elizabeth II. bewusst darauf achtete, Dianas Söhne William und Harry, damals 15 und 12 Jahre jung, möglichst sanft davon zu unterrichten und dabei im Königshaus alle Fernseher und Radios abschalten ließ.
Es ist aber auch ein Blick in die Untiefen der Paparazzi, denen eine kräftige Portion Mitschuld an Dianas Tod angelastet wurde, was dazu führte, dass die britischen Bürger einst jeden Medienvertreter als Komplizen ihres Schicksals ansahen. Spannend ist auch die Rückschau auf die mediale Auseinandersetzung mit dem Unfall. Im Prä-Internet-Zeitalter wurde man aus anderen Quellen informiert und es dauerte seine Zeit, bis das Schicksal verifiziert und bewiesen wurde. Der damalige Premier-Minister Tony Blair, erwies sich als der perfekte Überbringer der schrecklichen Nachricht für die britische Bevölkerung, die sich in Schockstarre befand.
Die Seele der Briten
Schon um 5 Uhr morgens legten Menschen Blumen vor den Buckingham-Palast, feiernde Jugendliche verließen (es war Sonntagfrüh) die Clubs und zeigten sich von der grassierenden Nachricht ob Lady Di’s Tod schockiert. Zeitzeugen wie Pilot Graham Laurie, Dickie Arbiter, der einstige Pressesprecher der Queen, oder Journalistin Emily Maitlis zeichnen in frischen Interviews ein historisch umfassendes Bild, das alle Seiten beleuchtet und etwa erklärt, warum der damalige Prince Charles, Ex-Mann von Diana, in dieser schlimmen Zeit unerwartete Größe bewies und wie sehr dieser einzelne Tag ein ganzes Land nachhaltig veränderte. Laurie: „Wir haben an dem Tag gezeigt, wie Briten damit umgehen – und das taten wir sehr gut.“
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.