Killer schon hier?

Mordplan gegen Milliardär Firtasch in Wien

Österreich
07.11.2014 08:07
Gegen den milliardenschweren ukrainischen Oligarchen Dimitri Firtasch, dem eine Auslieferung von Österreich an die USA droht, soll es laut einem Medienbericht einen Mordkomplott geben. Das sei der Grund, warum der Industrielle ständig von einer großen Zahl an Leibwächtern umringt sei. Ein rumänisch-ungarisches "Killerkommando" soll bereits eine Wohnung in Wien-Landstraße bezogen haben.

Generalstaatsanwalt Werner Pleischl habe auf Anfrage erklärt, von Firtaschs Anwalt, dem früheren Justizminister Dieter Böhmdorfer, über das Mordkomplott "informiert" worden zu sein, berichtet die "Presse" in ihrer Freitag-Ausgabe. Die Zeitung habe ihre Informationen aus "Quellen des deutschen Nachrichtendienstes" bezogen.

Ermittler würden die möglichen Hintermänner des Komplotts in Ungarn vermuten. Konkret würden ehemalige Manager der Gashandelsfirma "Emfesz" verdächtigt. Diese habe Firtasch gehört, bis sie 2009 mit angeblich ungültigen Vollmachten und gefälschten Papieren an die RosGas AG in der Schweiz verkauft worden sei. 250 Millionen Dollar (rund 200 Millionen Euro) sollen dabei veruntreut worden sein, die Firtasch nun zurückzubekommen versuche. Das frühere "Emfesz"-Management wolle ihn demnach daran hindern.

Oligarch Dmytro Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben. (Bild: Andi Schiel)
Oligarch Dmytro Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben.
(Bild: Andi Schiel)
Oligarch Dmitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben. (Bild: Andi Schiel)
Oligarch Dmitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben.
Oligarch Dimitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben. (Bild: Andi Schiel)
Oligarch Dimitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben.
Oligarch Dimitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben. (Bild: Andi Schiel)
Oligarch Dimitri Firtasch ist stets von zahlreichen Leibwächtern umgeben.

Um Polizeischutz angesucht
Auch um Polizeischutz soll "Firtaschs Umgebung" laut "Presse" angesucht haben. Man sei jedoch "zum Schluss gekommen, dass über den Sommer kein besonderer Polizeischutz nötig war", wird Polizeisprecher Roman Hahslinger zitiert.

Im März war Firtasch auf Grundlage eines US-Haftbefehls in Wien verhaftet worden. Er habe bei einem Titan-Förderprojekt in Indien Politiker bestochen, lautet der Vorwurf der US-Justiz, den Firtasch jedoch zurückweist. Gegen Zahlung einer Rekordkaution von 125 Millionen Euro kam er wieder frei. Bis zum Abschluss seines Auslieferungsverfahrens darf er Österreich jedoch nicht verlassen.

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