1480 Anzeigen

Polizeikontrollen: Alk, Drogen und Fluchtversuche

Steiermark
22.08.2026 08:54

Bei einer großangelegten Schwerpunktaktion der steirischen Polizei wurde in der Nacht auf Samstag eine Vielzahl an Verstößen festgestellt. Der Fokus lag auf Alkohol, Drogen und Verkehrssicherheit. Insgesamt wurden 1480 Anzeigen erstattet, 19 Lenker mussten ihren Führerschein abgeben.

Unter Federführung der Landesverkehrsabteilung Steiermark (LVA) beteiligten sich sämtliche Stadt- und Bezirkspolizeikommanden an der Schwerpunktaktion. Die Polizisten führten dabei in allen steirischen Bezirken gezielte Kontrollen durch. Neben möglichen Beeinträchtigungen durch Alkohol oder Drogen standen auch Geschwindigkeitsübertretungen, Ablenkungen und andere Verstöße gegen die Verkehrssicherheit im Fokus.

Immer noch zu viele betrunken am Steuer
Insgesamt führten die Streifen 2094 Alkoholkontrollen durch. 38 Lenker wurden wegen betrunkenen Fahrens angezeigt, vier Anzeigen gab es wegen einer Suchtgift-Beeinträchtigung. Das sind knapp zwei Prozent der Kontrollierten.

2094 Alkoholkontrollen wurden bei der landesweiten Aktion durchgeführt.
2094 Alkoholkontrollen wurden bei der landesweiten Aktion durchgeführt.(Bild: P. Huber)

19 Führerscheine mussten vorläufig abgenommen werden. Ferner stellten die Polizistinnen und Polizisten 1287 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest und erstatteten 383 Anzeigen wegen verkehrsrechtlicher Übertretungen. Zusätzlich wurden 424 Strafzettel wegen kleiner Verwaltungsvergehen ausgehändigt.

In den Bezirken Graz und Graz-Umgebung versuchten sich zwei Auto-Lenker sich der Verkehrskontrolle zu entziehen - beide hatten keinen Führerschein. Ein Autofahrer verursache auf einer Flucht in Graz einen Verkehrsunfall. Er prallte gegen eine Gebäudekante, kam aber leicht verletzt davon. Im Bezirk Weiz floh ein Motocross-Fahrer (kurzzeitig) vor der Polizei. Dabei setzte er eine Vielzahl an Verwaltungsübertretungen. Alle wurden u.a. aufgrund der Gefährdung der körperlichen Sicherheit an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

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Wir wollen vor allem jene aus dem Verkehr ziehen, die durch Alkohol, Drogen oder besonders riskantes Verhalten sich selbst und andere gefährden.

Oberstleutnant Jochen Heiling,  Landesverkehrsabteilung Steiermark

Hoher Blutzoll auf steirischen Straßen
Hintergrund der verstärkten Kontrollen ist auch die horrende Entwicklung bei schweren Verkehrsunfällen. Nach vorläufigen Zahlen der Verkehrsstatistik kamen zwischen 1. Jänner und 16. August 2026 bereits 44 Menschen auf steirischen Straßen ums Leben. 2025 waren es im Vergleich 35 Todesopfer.

Besonders deutlich zeigte sich laut Polizei diese besorgniserregende Entwicklung bereits zu Beginn des Jahres. So waren allein im ersten Quartal 2026 in der Steiermark 15 Verkehrstote zu beklagen. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es neun Tote auf den steirischen Straßen.

„Gefährder aus dem Verkehr ziehen“
Ziel der steirischen Polizei ist es daher, die Dichte der Verkehrskontrollen auf den Straßen hochzuhalten. „Mit gezielten Schwerpunktkontrollen wollen wir vor allem jene aus dem Verkehr ziehen, die durch Alkohol, Drogen oder besonders riskantes Verhalten sich selbst und andere gefährden. Ziel ist es durch starke Präsenz und konsequentes Einschreiten bei Übertretungen, Unfälle zu verhindern und so die Sicherheit auf den steirischen Straßen weiter zu erhöhen“, betont Oberstleutnant Jochen Heiling von der Landesverkehrsabteilung Steiermark, der den Einsatz in der Nacht auf Samstag leitete.

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