„Sogar kaputt war sie besser!“ – Großer Unmut bei Autofahrern herrscht über eine frisch sanierte Straße im Waldviertel. Diese weise derartige Mängel auf, dass einem zum Teil sogar der Magen ausgehoben werde. „Die Abnahmeüberprüfung erfolgt im September“, teilt die Straßenbauabteilung des Landes Niederösterreich mit.
Hohe Wellen im wahrsten Sinne des Wortes schlägt die frisch sanierte Bundesstraße 2 zwischen Vitis und Schwarzenau – die „Krone“ berichtete über die überpünktliche Verkehrsfreigabe und die schweißtreibenden Arbeiten auf mehr als vier Kilometern Länge. Die Freude über die vorzeitige Freigabe der wichtigen Verkehrsachse der Region machte bald dem großen Unmut bei Autofahrern Platz, die sich über den „riesigen Baupfusch“ Luft machen.
Da war ja die Fahrt in den kaputten Spurrinnen besser!
Ein betroffener Autofahrer
Langsam fahren hilft nicht
Denn sogar bei der Fahrt mit weitaus weniger als 100 km/h würde es zum „hohen Seegang“ kommen. Das „Wellenspiel“ liegt den Straßenbenützern schwer im Magen, weil es diesen sogar bei normaler Geschwindigkeit teils „aushebe“. So kritisiert ein weiterer Waldviertler heftig: „Da war ja die Fahrt in den kaputten Spurrinnen besser – zumindest, wenn’s trocken war!“ Andere Verkehrsteilnehmer äußerten sogar Sorgen um die Verkehrssicherheit bei Nässe oder Glätte.
Straßenteile wieder herausgerissen
Die Straßenbauabteilung des Landes betont, dass die erforderlichen Abnahmeprüfungen für die Ausführungsqualität erst im September gemacht werden. „Es gibt hier ganz strenge vertragsrechtliche Bedingungen und Vorschriften, die genau eingehalten werden müssen“, sagt Sprecher Christoph Schodl. Es komme auch immer wieder zu Fällen, wo Straßenteile wieder herausgerissen werden müssten.
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