300 Festnahmen
Waldbrände in Griechenland: Einsatzkräfte entsetzt
Wegen fahrlässig oder vorsätzlich verursachter Brände sind in Griechenland seit Jahresbeginn 308 Menschen festgenommen worden.
Es gehe um 272 Fälle von Fahrlässigkeit und 36 von Vorsatz, sagte Feuerwehrsprecher Giorgos Artopoios am Freitag.
Immer wieder sorgen Fälle wie dieser für Kopfschütteln bei den Einsatzkräften: Erst vergangene Woche brach nach Angaben der Feuerwehr auf Kreta ein Waldbrand aus, nachdem ein Urlauber wenige Dutzend Meter vom Wald entfernt mit Holzkohle gegrillt hatte. Nach Medienberichten sagte er den Behörden, er habe nicht gewusst, dass Grillen im Freien bei starkem Wind und trockenen Bedingungen verboten sei.
Nach Angaben des Zivilschutzes steigt wegen der Trockenheit und starker Winde derzeit wieder die Brandgefahr. Gleichzeitig wird es sehr heiß: In den kommenden Tagen werden in weiten Teilen Griechenlands Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet, die extreme Hitze soll bis Mitte kommender Woche anhalten.
Historische Stätten mit Meldesystem ausgestattet
Die historischen Stätten werden nun einem modernen Feuermeldesystem ausgestattet. Der neue Mechanismus sei bereits unter Realbedingungen erfolgreich am Fuße der Akropolis von Mykene auf der Halbinsel Peloponnes getestet worden, erklärte das Kulturministerium am Donnerstag. Insgesamt soll das System an 22 historischen Stätten installiert werden.
Der Mechanismus „nutzt eine Kombination aus Daten von Wärmebild- und optischen Kameras“, die in Echtzeit an die örtliche Feuerwehr geschickt würden. Bei dem Test an der Akropolis von Mykene am 31. Juli sei ein Feuer schnell erkannt worden, erklärte das Ministerium weiter. Bis Ende August sollen sechs neue Systeme in Betrieb genommen werden, unter anderem an der Akropolis in Athen, am Nestor-Palast und im Kloster Hosios Lukas. Acht weitere folgen im September.

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