Alpen-Adria-Fest:

17 Tage voller Genuss und kulinarischer Vielfalt

Kärnten
20.08.2026 17:00

Vom 4. bis 20. September treffen sich Produzenten, Veredler, Köche und Feinschmecker bei den 9. Tagen der Alpen-Adria-Küche in Klagenfurt. Das siebzehntägige Genussfestival bringt Spitzenköche aus Österreich, Slowenien und Italien zusammen. Insgesamt stehen 30 Veranstaltungen  auf dem Programm.

Klagenfurt freut sich auf das siebzehntägige Genussfestival, insgesamt stehen 30 Veranstaltungen mit 30 Küchen und 40 Produzenten bevor. Tourismusvorsitzender Adi Kulterer beschreibt die Entwicklung des Festivals: „Das Alpen-Adria-Baby ist alt geworden, darf bald ins Gymnasium, nächstes Jahr ist das zehnjährige Jubiläum.“ Die Dynamik sei enorm. „Kärnten ist geerdet, wertvolle Menschen leben hier“, sagt Kulterer. Auch die Nächtigungen im Juli seien um 15 Prozent gestiegen. Viele Gäste kämen wegen der guten Kulinarik nach Klagenfurt.

Auch die Genussmeile findet wieder statt.
Auch die Genussmeile findet wieder statt.(Bild: Visit Klagenfurt)
Der gute Geschmack muss wieder in die Küche.
Der gute Geschmack muss wieder in die Küche.(Bild: Visit Klagenfurt)
30 Spitzenköche aus drei Nationen sind dabei,
30 Spitzenköche aus drei Nationen sind dabei,(Bild: Visit Klagenfurt)

Eine wichtige Rolle spielt das Bachler-Ehepaar, das seit Jahrzehnten für die Slow-Food-Küche steht. Ingrid Bachler sagt: „Das ist unser Leben, wir machen es seit 1983.“ Bereits 72 Betriebe seien dabei, mit zehn hätte es begonnen. Slow Food werde mittlerweile in 180 Ländern gekocht. Weltweit geschützt seien Kärntner Produkte wie das Lesachtaler Brot, die Kletzenbirne, der Jauntaler Hadn, der Gelbe Spänling und der Gailtaler Almkäse. Wir leben im Paradies“, betont Ingrid Bachler.

94-Jährige als Hüterin des guten Geschmacks
Gatte Gottfried fasst die Idee von Slow Food so zusammen: „Slow Food ist die Bewahrung des guten Geschmacks. Wir müssen wieder Respekt haben vor dem, was vor unserer Haustür wächst.“ Bachler erzählt von einer besonderen Begegnung. In Sizilien habe er eine 94-jährige Frau getroffen, die seit 72 Jahren unter dem Ätna in der Küche stehe. Sie koste alle Gerichte vor dem Servieren und sei „die Hüterin des guten Geschmacks“.

Auch Lojze Wieser, der für „Der Geschmack Europas“ mehrfach ausgezeichnet wurde, ist beim Festival dabei. Er sieht einen Verlust traditionellen Küchenwissens: „Viele Menschen wissen nicht, wie eine Rindssuppe entsteht, wir müssen wieder kochen lernen.“ 

Auch beim „Pumpe“ und am Schiff wird aufgekocht
Auch viele Kärntner Starkoche wie Hubert Wallner sind vertreten. Erstmals wird bei den Alpen-Adria-Tagen heuer beim traditionellen Bierlokal „Pumpe“ aufgekocht. Die Veranstalter wollen das Festival möglichst vielen Menschen zugänglich machen. „Wir haben kostenlose Veranstaltungen, damit jeder davon profitiert“, sagt Tourismuschef Helmut Micheler. „Auch die beliebte Genussmeile findet wieder statt.“

Auch ungewöhnliche Orte werden zu Schauplätzen der Kulinarik. So wird etwa am 7. September auf der Thalia aufgekocht. Die Tage der Alpen-Adria-Küche zeigen damit, wie stark regionale Produkte, traditionelle Kochkunst und Spitzenküche inzwischen miteinander verbunden sind.

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