Der Legionellen-Ausbruch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zieht immer größere Kreise. Mittlerweile sind insgesamt 26 Personen nach Kontakt mit den Bakterien erkrankt. Besonders tragisch: Drei von ihnen sind an der Krankheit verstorben. Die konkrete Quelle ist noch nicht identifiziert.
Am Donnerstagnachmittag informierte das Land OÖ, das Magistrat Linz und die AGES über den aktuellen Stand nach der Legionellen-Häufung in der Landeshauptstadt. Das Traurigste gleich vorweg: Für drei Patienten endete die Infektion tödlich. Insgesamt sind nun innerhalb von nur einem Monat 26 Personen daran erkrankt.
Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine schwere, manchmal tödlich verlaufende Lungenentzündung. Alle 24 in Oberösterreich lebenden Erkrankten des aktuellen Ausbruchs mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Zwei weitere Fälle leben im Ausland, hielten sich jedoch vor ihrer Infektion in Linz auf. Aufgrund der Schwere der Erkrankung war teilweise eine intensivmedizinische Versorgung notwendig.
Über 150 Umweltproben
Aktuell sind bereits über 150 Umweltproben aus den Haushalten der Erkrankten, Kühltürmen in Linz und Umgebung, Springbrunnen, Waschanlagen und anderen möglichen Infektionsquellen zur Analyse in der AGES in Wien eingelangt. Mehr als 80 Untersuchungen sind bereits abgeschlossen und die entsprechenden Befunde an die Behörden übermittelt worden. Wie bereits berichtet, wurden dabei Kühltürme eines Unternehmens in der Wienerstraße positiv auf Legionellen getestet. Die unmittelbar begonnene umfassende Reinigung und Desinfektion der betroffenen Kühltürme ist inzwischen abgeschlossen.
Der weitere Betrieb der Anlage wird von der zuständigen Behörde in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen streng überwacht. Ob die kontaminierten Kühltürme in Zusammenhang mit dem Ausbruch stehen, wird derzeit geprüft.
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