Bankomatsprenger beschäftigen in Nieder- und Oberösterreich das Gericht: Ein 28-jähriger Niederländer fasste nach einem missglückten Coup in Aschbach-Markt nun zwei Jahre Haft aus.
Er dachte, es sei „leicht verdientes Geld“. 2000 Euro für die Fahrt mit dem Motorroller nach Österreich. Doch stattdessen wurden es zwei Jahre Gefängnis. Der 28-jährige Niederländer hatte am 28. November des Vorjahres in Aschbach-Markt mit einem Komplizen den Bankomaten in der Raiffeisen-Filiale mit einem Brecheisen erst aufgebrochen und dann gesprengt.
Flucht ohne Beute
Erfolglos, denn die Täter flüchteten – mit besagten Motorroller – ohne Beute. Der 28-Jährige konnte aufgrund der DNA-Spuren auf der sichergestellten Tatkleidung, der er sich 14 Kilometer entfernt entledigte, überführt werden. Er wurde in Holland verhaftet und ausgeliefert.
Nun musste er sich vor Gericht in St. Pölten verantworten und bekannte sich schuldig. „Ich wurde dazu gezwungen und bedroht“, hätte ein Täter einen Rückzieher gemacht. Er sei „weder federführend noch in maßgeblicher Rolle beteiligt“ gewesen, erklärt auch sein Verteidiger. Das sah Herr Rat anders. Der Familienvater fasste zwei Jahre Gefängnis aus – nicht rechtskräftig.
Niederländische Bande auch in Wels vor Gericht
Und auch in Wels (OÖ) mussten sich vier Bankomatsprenger (36, 28, 35, 37 Jahre alt) vor Gericht verantworten. Die Angeklagten sollen auch einer von Holland aus agierenden Bande angehören. Das Quartett soll gleich für mehrere Coups – unter anderem eine Sprengung in der PlusCity in Pasching – verantwortlich sein. Ein Urteil stand am Abend noch aus.
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