Polizei mit an Bord
Schaf reißt aus – fährt mit Bus durch Waschanlage
Ein geflecktes Schaf lief im deutschen Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen) auf das Gelände eines Busbetriebs und machte es sich kurzerhand in einem Linienbus gemütlich. Doch damit war der tierische Ausflug noch nicht vorbei – denn bevor das Schaf wieder zu seinem Besitzer kam, ging es für den Bus samt tierischem Fahrgast noch durch die Waschanlage.
Der Paarhufer war laut Polizei von seinem Zuhause aus auf das Betriebsgelände des lokalen Verkehrsunternehmens RVM gelangt. Dort stand in der vergangenen Woche am Abend ein Bus in der Waschhalle. Während Mitarbeiter die Gefährte reinigten, kam das Schaf durch eine geöffnete Tür in das Fahrzeug.
Tier ausgesprochen zutraulich
Im Fußraum eines Vierersitzes machte es sich schließlich bequem. Mehrere Schafe einer nahe gelegenen Herde waren zuvor über das Betriebsgelände gelaufen – „nur eines davon hat sich den Bus ausgesucht“, sagte ein RVM-Sprecher.
Die Mitarbeiter verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten staunten nach eigenen Angaben nicht schlecht über den ungewöhnlichen Fahrgast. Das Schaf sei sehr umgänglich gewesen und habe sich problemlos handhaben lassen.
Polizisten machten Wasch-Tour kurzerhand mit
Allerdings musste der Bus noch aus der Waschhalle gebracht werden. Das Fahrzeug stand bereits in Position für die Reinigung und musste beim Verlassen des Gebäudes durch die Waschanlage fahren. Damit das Schaf nicht auf eigene Faust wieder davonlief, fuhren die Polizisten kurzerhand mit ihm im Bus durch die Bürstenwäsche.
Ticketkontrolle „nicht ohne Diskussion“
Das Tier blieb dabei laut Polizei entspannt und kooperativ. Für die Beamten war der Einsatz offenbar eine willkommene Abwechslung: Die Polizei sprach von einem „Fahrgast ohne Ticket“, der „nicht nur ohne Diskussion ablief“, sondern auch ausgesprochen zutraulich gewesen sei.
Kurzes Abenteuer – im „falschen“ Linienbus
Auf dem Außengelände war die ungewöhnliche Busfahrt schließlich beendet. Dort nahm der Eigentümer das Schaf wieder in Empfang. Nach Angaben der Polizei kam das Tier wohlbehalten nach Hause.
Die Polizei NRW Coesfeld fasste den kuriosen Einsatz auf Facebook mit einem Augenzwinkern zusammen: Für eine große Reise sei es zwar „der falsche Linienbus“ gewesen, für ein kurzes Abenteuer habe es aber gereicht.









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