Tennis-Rüpel Nick Kyrgios ist positiv auf Kokain getestet worden. Die Folge: Der Australier wird vorläufig gesperrt.
Beim ATP-Turnier im Juni auf Mallorca wurde in seiner Probe Benzoylecgonine, ein Metabolit von Kokain, nachgewiesen. Der dauerhaft an Handgelenksproblemen leidende Kyrgios kann berufen, was er aber bis jetzt nicht gemacht hat und wohl auch nicht wird.
„Ich wollte, dass ihr es zuerst von mir erfahrt. Vor Kurzem wurde ich auf Mallorca positiv auf Kokain getestet. Ich habe einen riesigen Fehler gemacht und übernehme dafür die volle Verantwortung“, schreibt Kyrgios in seiner Instagram-Story. Aufgrund des positiven Tests wurde gegen Kyrgios eine vorläufige Sperre ausgesprochen. Diese gilt bereits seit dem 4. August.
Nahendes Karriereende macht zu schaffen
Der Ranking-919. entschuldigte sich bei Fans, Familie und Sponsoren. „Vor allem aber tut es mir wegen der Kinder leid, die mir folgen. Ich weiß, was ich damit für ein Beispiel gebe und ich bin von mir tief enttäuscht.“ Nach langen Verletzungspausen spüre er das Karriereende nahen. „Mein Körper war nicht zu dem imstande, was mein Geist gerne getan hätte. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht Tennis ausgewählt habe, sondern Tennis mich. Aber davon loszulassen, ist eines der härtesten Dinge, mit denen ich je konfrontiert war. Ich habe mich manchmal hilflos und alleine gefühlt.“
Persönliche Auszeit
Der 31-Jährige wird sich die nächsten 28 Tage von Social Media und dem öffentlichen Leben zurückziehen, „um mich darauf zu konzentrieren, wieder zu mir selbst zu finden“. Nachsatz: „Es tut mir leid, ich werde mich ins Zeug legen und besser zurückkommen.“
Geschlechter-Duell sorgte für Aufsehen
Kyrgios hatte auf Mallorca in der ersten Runde verloren. Zwei Wochen davor war er in Stuttgart ebenfalls auf Rasen im Einsatz gewesen. Sonst hat der Wimbledonfinalist 2022 nur im Jänner in Brisbane gespielt. Einzig in Stuttgart gelang ihm ein Sieg. Im Vorjahr hat er bei vier Turnierauftritten auch nur eine Partie gewonnen, 2024 gar nicht gespielt, 2023 bloß ein Match. Ende Dezember hatte er mit einem Geschlechter-Duell mit der Belarussin Aryna Sabalenka für Aufsehen gesorgt, gewann 6:3 und 6:3.
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