Ein Tausendsassa erobert das Aufsteirern: Heuer feiert das steirische Volkskultur-Festival seinen 25. Geburtstag. Trompeter Thomas Gansch spielt beim Jubiläumskonzert am 16. September in Graz – und feiert dort auch ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Bandkollegen von den Global Krynern.
„Ich spiele gerne gute Musik. Welcher Stil dem zugeschrieben wird, ist mir völlig wurscht“, sagt Thomas Gansch. Als experimentierfreudiger Musiker hat sich der Trompeter einen Namen gemacht – nicht nur mit seiner Stammformation Mnozil Brass. Egal ob Jazz, Pop, Klassik oder Volksmusik – gespielt wird, was gefällt.
Damit ist Gansch der perfekte Kandidat für das Aufsteirern-Jubiläumskonzert am 16. 9. in Stefaniensaal. Gemeinsam mit Simone Kopmajer, dem Härtel Quintett und den Global Krynern wird er Volksmusik mit den verschiedensten Genres mischen. „Das gefällt mir gut, ich wollte ohnehin nie in eine Schublade“, freut er sich.
„Wie fast alle Trompeter habe ich in der Blasmusikkapelle angefangen“, erinnert er sich an seine Anfänge. Weil sein älterer Bruder bei den Wiener Philharmonikern war, schien sein Weg in die Klassik geebnet. „Aber das war nicht meines.“ Zu groß war die Neugier, Neues zu probieren.
So war er etwa dabei, als die Global Kryner mit ihrem Mix aus Pop, Jazz und Volksmusik ihren Durchbruch hatten: „Die ersten eineinhalb Jahre war ich ihr Trompeter, das war eine lustige Zeit“, erzählt er.
Das Aufsteirern-Konzert wird sehr spontan sein. Aber wenn gute Musiker zusammenkommen, dann kann gar nix Schlechtes dabei herauskommen.
Thomas Gansch
Er war begeistert, wie breit das Interesse war: „Da gab es ein Wochenende, wo wir beim Musikantenstadl, im Jazzclub Porgy & Bess und beim Alternativradio FM4 waren“, sagt er. Es bestärkte ihn, sich auch weiter den Schubladen zu verweigern. „Heute bin ich als Tausendsassa bekannt und quasi meine eigene Schublade.“
Beim Aufsteirern-Konzert feiert er nun die Wiedervereinigung mit den alten Bandkollegen: „Ich freu mich schon sehr darauf“, sagt er. Und auch die Härtel Familie kennt er gut: „Es klingt vielleicht komisch, aber vom Volksmusiker Hermann Härtel habe ich viel über Jazz gelernt, weil er in seinem Zugang so frei war. Und Musik ist am besten, wenn sie ganz frei ist.“
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