Ryanair-Schreckensflug
Mann aus Flieger gesaugt: Darum brach das Fenster
Ein Flug mit Ryanair wurde für einen Mann zum blanken Horror: Kurz nach dem Start zerbrach ein Fenster, der 61-Jährige wurde aus dem Flugzeug gesaugt. Kopf und Arm waren bereits draußen, gerade noch rechtzeitig konnte er zurückgezogen werden. Jetzt steht die Ursache fest, warum die Scheibe zerbarst.
Ein Flügelblatt des rechten Triebwerks war abgebrochen, Splitter flogen umher und zerschmetterten das Fenster. Das geht aus einem vorläufigen Bericht der US-Verkehrsbehörde NTSB hervor, die die Untersuchungen zu dem Flug von Thessaloniki nach Memmingen am 10. Juli von den griechischen Kollegen übernommen hat.
Gurt rettete ihm das Leben
Durch das zerbrochene Fenster entstand bei 600 km/h in rund 4500 Meter ein starker Sog, der den Passagier Ljubisa Karovic (61) aus der Öffnung zog. Seine Frau und weitere Passagiere hielten ihn fest. Der Serbe überlebte nur, weil er angeschnallt war. Karovic erlitt bei dem Unfall Verletzungen an Hals und Schulter sowie Schürfwunden. Ein Arzt an Bord kümmerte sich um ihn.
Aufgrund des Druckverlusts an Bord mussten die Passagiere Sauerstoffmasken aufsetzen. Die Maschine kehrte etwa eine Stunde nach dem Start nach Thessaloniki zurück und legte eine Notlandung hin.
Vögel als Ursache?
Die US-Ermittler fanden Überreste eines Vogels im Triebwerk der Boeing 737-800, berichtet „Sky News“ unter Berufung auf die Untersuchung. Das deutet darauf hin, dass die Maschine während des Starts Vögel getroffen hat. Ob das auch der Grund dafür ist, dass das Flügelblatt des Triebwerks abbrach, steht noch nicht fest.
Sollte es sich bestätigen, dass ein Fremdkörper für den schweren Zwischenfall verantwortlich ist, würde sich die Haftung von Boeing und Ryanair verringern. Denn das hieße, dass weder das Alter noch der Wartungszustand der Maschine die Ursache waren.
Die betroffene Boeing ist 18 Jahre alt, laut Ryanair-Chef Michael O’Leary wurde das Triebwerk in den vergangenen zwei Jahren vollständig gewartet und überholt.









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