Ein Landwirt aus Nußdorf am Haunsberg hatte im Zuge der Sonnenfinsternis hunderte Autos auf seinen Wiesen stehen. Der Sohn des Bauers versuchte daraufhin Ordnung in das Ganze zu bringen: der 15-Jährige stellte „Parktickets“ für die Sonnen-Schaulustigen aus.
Die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch sorgte für einen Ansturm auf die Sternwarte am Haunsberg bei Nußdorf. Sehr zum Leidwesen des nahe gelegenen Kalteneignerguts. Rund 300 Autos von Sonnen-Schaulustigen parkten anscheinend auf den Wiesen von Josef Ametsreiter – ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Wichtige Futterflächen wurden niedergefahren und obendrein hinterließen die Falschparker auch noch ihren Müll, ärgert sich der Landwirt am Tag danach. Offenbar fühlte sich aber der Sprössling von Ametsreiter von den Wildparkern so sehr gestört, dass er selbst tätig wurde. Der Bursch versuchte mit einer Parkgebühr von fünf Euro pro Auto zumindest etwas Ordnung in das Ganze zu bringen.
„Ja, die Parktickets stammen von meinem 15-jährigen Sohn“, erklärt Landwirt Ametsreiter. „Geparkt wurde ausschließlich auf unseren eigenen Wiesen. Bezahlt haben von den rund 300 Autos nur zwei Dutzend – insgesamt kamen rund 120 Euro zusammen“, sagt er gegenüber der „Krone“.
Gerade heuer macht dem Flachgauer Landwirt der Schaden auf seinen Wiesen noch mehr zu schaffen: Wegen anhaltender Trockenheit hat Ametsreiter weniger Futter zu erwarten. „Ich würde mir wünschen, dass Besucher bei schönen Aussichtspunkten wie dem unserem einfach vorher fragen, ob sie Parken dürfen“, so Ametsreiter. Die meisten Bauern würden dann auch eine entsprechende Lösungen für die Besucher finden.
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