Es war einmal ein Traum:
Nach den schrecklichen arabischen Angriffskriegen infolge der von der UNO-Vollversammlung abgesegneten Gründung des Staates Israel kommen alle in der Region zur Vernunft und einigen sich auf ein Modell, wie man künftig in Frieden mit- oder zumindest nebeneinander leben kann. Nach den Friedensschlüssen zwischen Israel und Ägypten sowie Jordanien schien die Zweistaatenlösung mit einem eigenständigen Palästinenserstaat an der Seite Israels ein realistisches Projekt zu sein.
Im Oslo-Abkommen hatte Israel die PLO und die Rechte der Palästinenser bereits anerkannt, die Knesset ratifizierte das Abkommen. Und auch die Palästinenser hatten auf den Anspruch auf israelisches Kernland verzichtet. Seither ist viel passiert, in erster Linie gewalttätige Auseinandersetzungen – und die Palästinenser haben das Abkommen bis heute nicht ratifiziert.
Im Westen und speziell in der EU träumen trotzdem immer noch viele von der Zweistaatenlösung. Aber sie ist zu Ende. Sie ist tot.
Vor allem, weil in der Region selbst niemand mehr daran glaubt.
Spätestens seit dem Terrorüberfall der Hamas vom Oktober 2023 mit mehr als 1200 ermordeten Juden kann sich nur noch eine verschwindende Minderheit der Israelis vorstellen, neben einem Palästinenserstaat zu leben. Aber auch die große Mehrheit der Palästinenser lehnt diese Lösung ab – weil sie das Existenzrecht Israels nicht akzeptiert.
Es war einmal ein Traum.
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