Heute lohnt sich der Blick nach oben ganz besonders: Am Abend sorgt eine partielle Sonnenfinsternis für ein seltenes Schauspiel, bevor in der Nacht die Perseiden mit zahlreichen Sternschnuppen das Firmament erhellen.
Am Mittwochabend schiebt sich nicht nur der Mond vor die Sonne – auch ein wahrer Sternenregen ist am dunklen Firmament zu beobachten. Ein wahres Himmelsspekatakel für alle Astro-Fans.
„Die Konstellation für eine Sonnenfinsternis entsteht nur bei Neumond. Was die wenigsten wissen: Bei Neumond steht der Mond unmittelbar am Taghimmel bei der Sonne. Seine Umlaufbahn ist allerdings um sieben Grad geneigt – deshalb zieht er bei jedem Neumond ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Morgen jedoch schiebt sich der Mond – wie zuletzt 1999 – vor die Sonne“, erklärt Christian Zechner, Leiter der Sternwarte St. Kanzian am Klopeiner See.
Von 19.24 bis 20.14 Uhr findet die partielle Sonnenfinsternis statt, welche nicht mit bloßem Auge beobachtet werden sollte – Schutzbrillen sind jedoch weitgehend vergriffen.
50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde
Doch damit nicht genug: Im Laufe der Nacht erreichen auch die Perseiden ihren Höhepunkt. „Fernab der Stadt und derer ,Lichtverschmutzung‘ können 50 bis 100 Sternschnuppen zu sehen sein. Also Picknickdecke ausbreiten und die Wunschliste entsprechend abarbeiten“, empfiehlt Christian Zechner.
Ursprung des Sternschnuppen-Spektakels ist der Komet Swift-Tuttle, der alle 133 Jahre die Erdbahn kreuzt und dabei in Sonnennähe Partikel verliert. So zieht er eine regelrechte „Dreckspur“ hinter sich. „Jedes Jahr um den 12. August fliegt die Erde mit rund 30 Kilometern pro Sekunde durch diese ,Dreckspur‘. Die kleinen Teilchen bringen dabei die oberen Schichten der Atmosphäre kurz zum Leuchten“, erklärt Zechner.
Jeden Tag prasseln um die 140 Tonnen an kosmischen Staub auf die Erde. Ab einer Größe eines Sandkorns entstehen dabei Sternschnuppen.
Christian Zechner, Sternwartenleiter
Wenn kleine Engel die Himmelskerzen putzen
Dazu kennt der Sternwartenleiter auch eine Sage: „Schnuppen ist ein altes Wort für Putzen. Früher hat man geglaubt, dass die Engel die Himmelskerzen putzen. Wenn man eine Sternschnuppe gesehen hat, wusste man: Ein Engel ist in der Nähe, weil beim Putzen ein Docht dieser Himmelskerzen heruntergefallen ist.“ Alle Informationen für die Führung in der Sternwarte St. Kanzian am Klopeiner See finden Sie hier.
Auch das Wetter sollte mitspielen: „Am Nachmittag wird es in Kärnten noch Quellbewölkung geben, die sich jedoch großteils bis zum Abend hin auflösen wird“, weiß Eva Weiler von GeoSphere Austria.
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